Ripple & XRP – Basiswissen
Kryptowährungen gibt es mittlerweile – wenn nicht wie Sand am Meer – so doch ziemlich viele. Das beginnt beim Bitcoin, geht über Ethereum und hört bei Tether längst nicht auf. Geschätzt mehr als 11.000 unterschiedliche Kryptowährungen gibt es.
Hier noch ein paar Sätze unnützes Wissen: Es gibt eine statistisch nachgewiesene Korrelation von Bitcoin-Kurs und dem Preis von Luxusuhren. Als die bekannteste aller Kryptowährungen bei mehr als 100.000 US-Dollar notierte, erreichten auch die Preise von Luxusuhren, etwa der Marken Patek Philippe (insbesondere der Nautilus), Audemars Piguet (Royal Oak) und Rolex (Stahlmodelle von Daytona, Sea Dweller und Submariner) ihre Peaks. Nachdem der Bitcoin deutlich verloren hatte, waren auch die Preise der Uhren spürbar gefallen. Die Zeiten, in den Kryptomillionäre Mondpreise für die Edelwecker gezahlt haben, sind bis auf weiteres Geschichte.
Die Krypto-Währung Riple (XRP)
Zu den bekannteren, gleichwohl nicht unbedingt prominenten Kryptos zählt laut Krypto-News Ripple. Wobei diese Bezeichnung nicht ganz korrekt ist. Treffender wäre XRP – ein digitales Zahlungsnetzwerk mit Kryptowährung, das speziell für den Finanzsektor entwickelt wurde. Ein Grund, sich näher mit Ripple respektive XRP zu beschäftigen.
Viele Kryptojünger hoffen sehnlichst, dass Ripple endlich an die Börse geht. Gerüchte gibt es immer wieder. Doch ein IPO ist bislang nicht in Sicht. Ripple gehört dem privaten Unternehmen Ripple Labs Inc., das von Chris Larsen und Jed McCaleb mitbegründet wurde. Aktueller CEO ist Brad Garlinghouse, der das Unternehmen seit 2016 leitet. Ripple Labs hält einen Großteil der XRP-Token, während Mitbegründer Chris Larsen ebenfalls signifikante Anteile besitzt.
Kürzlich hat Ripple ein Aktienrückkaufprogramm initiiert, das den Konzern mit rund 50 Milliarden US-Dollar bewertet. Diese Bewertung positioniert Ripple als eines der wertvollsten Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte, obwohl der Kryptowährungssektor nach wie vor von erheblicher Unsicherheit geprägt ist.
Welche Technologie steckt hinter Ripple?
Ripple unterscheidet sich vom Bitcoin durch die Nutzung eines dezentralen Konsensverfahrens, eines sogenannten XRP Ledgers. Was für mehr Schnelligkeit und höhere Energieeffizienz sorgen soll. Der große Bruder Bitcoin agiert bekanntlich über die klassische Blockchain.
Zweck war seinerzeit die Etablierung einer Brückenwährung, eines „Liquidity Hubs“, um Fiats wie Euro oder Dollar rund um den Globus ohne Zwischenhändler zu transferieren. Extrem niedrige Transaktionsgebühren von rund 0,00001 US-Dollar machen die Technologie für viele Branchen interessant. Beim Im- und Export von Gütern etwa, aber auch in der Internet-basierten Unterhaltungsindustrie.
Der „XRP-Coin“ ist die dazugehörige Kryptowährung, die – wie bereits erwähnt – schlicht „Ripple“ genannt wird. Die maximale Obergrenze beträgt 100 Milliarden Coins. Das Ripple-Netzwerks mit dem „Ripple Protokoll Consensus Algorithm“ (RPCA) ermöglicht Banken und anderen Institutionen die Bestätigung eines Finanztransfers innerhalb von zwei bis fünf Sekunden.
In Ripple (XRP) investieren
Investments sind möglich über Krypto-Börsen wie Kraken, Coinbase oder Bitvavo sowie über spezialisierte Handelsplattformen wie BISON, eToro oder Bitpanda. Der Prozess sieht wie folgt aus:
- Plattform wählen
- Eröffnung eines Kontos sowie Verifizierung der Identität
- Geld einzahlen per SEPA-Überweisung, via Kreditkarte oder PayPal
- In der Plattform nach „XRP“ oder „Ripple“ suchen und Kaufauftrag ausführen
- Übertragung der Kryptowährung XRP auf ein sicheres Hardware-Wallet wie Ledger oder Trezor
Weitere Tipps: Es lohnt, die Gebühren der Krypto-Plattformen und Broker zu vergleichen, da die Preisunterschiede teils erheblich sind. Kreditkartenzahlungen des Fiat-Geldes ermöglichen den sofortigen Kauf von Ripple, SEPA-Überweisungen durch die Bank dauern erfahrungsgemäß ein oder zwei Tage.
Wer vom Cost-Averaging profitieren möchte, um Kursschwankungen zu nutzen, schließt am besten – wie bei Aktienfonds oder ETFs – einen Sparplan ab. Manche Krypto-Börsen respektive Krypto-Plattformen bieten ebenfalls solche Sparpläne an.
Wer sich dafür entscheidet, einen festen Geldbetrag über längere Zeit zu investieren, kann vom Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt, profitieren. Man kauft demnach bei hohen Kursen weniger und bei niedrigen Kursen mehr Anteile. Über die Zeit führt dies zu einem günstigen Durchschnittspreis je Anteil.
In ETPs investieren
Der einfachste Weg, um auf steigende XRP-Kurse zu setzen, ist das Invest in ETPs. Die Abkürzung steht für „Exchange Traded Products“, somit für „börsengehandelte Produkte“. ETP ist der Oberbegriff für unterschiedliche gelistete Finanzinstrumente, die die Performance eines Basiswerts nachbilden. Dazu zählen etwa ETFs, ETCs (Rohstoffe) sowie ETNs (Inhaberschuldverschreibungen, die im Gegensatz zu ETFs kein Sondervermögen, sondern ungesicherte Forderungen gegen den Emittenten darstellen).
Ausgewählte ETPs auf XRP im Vergleich
- 21Shares XRP ETP (ISIN: CH0454664043):
Hohe Liquidität und hoch-volumig - WisdomTree Physical XRP (ISIN: GB00BRXHQ425):
Vergleichsweise niedrige Gesamtkosten von ca. 0,50 % des Volumens - Bitwise Physical XRP ETP (ISIN: DE000A3GYNBO):
Physisch gesichert
- Virtune XRP ETP (ISIN:SE0021486156):
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