Inflation fällt: Bitcoin stürmt über 64.000 US-Dollar
Nach der Veröffentlichung überraschend schwacher US-Inflationsdaten atmet der Kryptomarkt spürbar auf. Der massive Preisdruck der vergangenen Wochen scheint vorerst gebrochen, und die Leitkryptowährung Bitcoin (BTC) setzt ihre Erholung mit bemerkenswerter Dynamik fort.
US-Inflationsdaten (CPI) befeuern den Bitcoin-Kurs
Die am Dienstag veröffentlichten US-Verbraucherpreise (CPI) für den Monat Juni brachten exakt die Erleichterung, auf die risikofreudige Investoren gewartet hatten. Laut den Daten des US-Arbeitsministeriums fiel die Gesamtinflation im Monatsvergleich um deutliche 0,4 Prozent – der stärkste Rückgang seit April 2020. Auf Jahressicht kühlte die Teuerungsrate auf 3,5 Prozent ab und unterbot damit die Markterwartungen von 3,8 Prozent spürbar.
Die Reaktion an den digitalen Handelsplätzen ließ nicht lange auf sich warten: Der Bitcoin-Kurs brach am Mittwochmittag aus seiner wochenlangen Seitwärtsphase aus und kletterte um rund drei Prozent auf etwa 64.750 US-Dollar. In der Spitze kratzte die Leitwährung sogar an der psychologisch wichtigen Marke von 65.000 US-Dollar. Mit diesem Kursanstieg nähert sich Bitcoin einer massiven charttechnischen Widerstandszone rund um die 50-Tage-Linie.
Auch das breitere Krypto-Ökosystem und verbundene Unternehmenswerte profitieren von der aufgehellten Stimmung. So verzeichnen die Papiere der US-Kryptobörse Coinbase Global Inc. (ISIN: US19260Q1076) an der NASDAQ-Heimatbörse zur Wochenmitte ebenfalls ein spürbar höheres Anlegerinteresse.
Fed-Zinssorgen schwinden: Rückenwind für Bitcoin und Gold
Die unerwartet kühlen Inflationsdaten entziehen den Spekulationen auf eine weitere Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed im Juli nahezu komplett den Boden. Noch vor wenigen Tagen hatte der Markt ernsthaft eingepreist, dass US-Notenbankchef Kevin Warsh bei der anstehenden Sitzung Ende des Monats die geldpolitischen Zügel noch straffer ziehen könnte.
Mit einer Kerninflation (Core CPI), die im Monatsvergleich bei exakt 0 Prozent stagnierte und auf Jahressicht auf 2,6 Prozent zurückging, sind die akutesten Zinssorgen nun vorerst vom Tisch. Niedrigere oder auf dem aktuellen Niveau verweilende Zinsen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von renditelosen Anlageklassen. Davon profitiert aktuell nicht nur der Kryptomarkt, sondern auch der Goldpreis: Das Edelmetall verzeichnet am heutigen Mittwoch ebenfalls massiven Aufwind und notiert bei beachtlichen 4.045 US-Dollar je Feinunze.
Geopolitik und Ölpreis als Restrisiko für Krypto-Anleger
Trotz der berechtigten Euphorie an den Märkten bleibt ein genauerer Blick auf die Details der Inflationsdaten unerlässlich. Der starke Rückgang der Verbraucherpreise im Juni war primär auf fallende Energiekosten infolge eines temporären Waffenstillstandsabkommens zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen.
Da diese kurzzeitige Vereinbarung mittlerweile wieder ausgelaufen ist und sich die Spannungen in der Straße von Hormus verschärft haben, ist der Preis für ein Barrel Rohöl (Brent) inzwischen wieder über die Marke von 80 US-Dollar geklettert. Dieser geopolitische Hintergrund könnte die Teuerungsrate im kommenden Monat wieder anheizen und den Spielraum der Notenbank abermals begrenzen.
Für den Moment jedoch honorieren Anleger den hart erkämpften Ausbruch des Bitcoins. Sollte sich der Kurs in den kommenden Tagen nachhaltig oberhalb der 64.000-Dollar-Marke etablieren, rücken für die Analysten zügig wieder neue Höchststände in den Fokus.
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.