Nasdaq: Die KI-Wette geht in die nächste Runde

Nasdaq: Die KI-Wette geht in die nächste Runde
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Die meisten Technologie-Aktien haben ihre Sommerkorrektur abgeschüttelt – jetzt rückt wieder die Frage in den Mittelpunkt, wie viel Potenzial der US-Technologieindex Nasdaq 100 noch besitzt. Vieles spricht dafür, dass die großen KI-Investitionen erst am Anfang ihrer Wirkung stehen.

Die KI-Milliarden fließen weiter

Die Dimensionen sind inzwischen kaum noch vorstellbar: Die großen US-Technologiekonzerne investieren Hunderte Milliarden Dollar in Rechenzentren, Chips, Cloud-Infrastruktur und Künstliche Intelligenz.

Microsoft, Alphabet, Amazon und Co. wollen in diesem Jahr gewaltige Summen für den Ausbau ihrer KI-Kapazitäten bereitstellen. Die Investitionen der großen Technologiekonzerne werden deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen und könnten von rund 450 auf gut 900 Mrd. USD steigen.

Genau diese Entwicklung hatte zwischenzeitlich für Nervosität an den Börsen gesorgt. Anleger stellten sich die Frage, ob sich die enormen Ausgaben tatsächlich in entsprechenden Gewinnen niederschlagen werden. Denn hohe Investitionen allein sind noch kein Garant für steigende Unternehmenswerte.

Inzwischen spricht jedoch einiges dafür, dass sich die Skepsis als übertrieben erweisen könnte. Die Technologiekonzerne wachsen weiter, erzielen hohe freie Cashflows (Kassenzuflüsse) und verfügen über starke Bilanzen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach KI-Anwendungen rasant.

Der Nasdaq bekommt Rückenwind von mehreren Seiten

Für den Nasdaq 100 ist das eine wichtige Ausgangslage. Der Index bündelt zahlreiche der weltweit führenden Technologieunternehmen und profitiert damit gleich von mehreren langfristigen Trends: Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing, Digitalisierung, Automatisierung und steigender Bedarf an Rechenleistung.

Hinzu kommt ein entscheidender Unterschied zu früheren Technologie-Hypes: Die heutigen Marktführer verdienen bereits sehr viel Geld. Unternehmen wie Microsoft, Alphabet, Amazon, Nvidia oder Meta sind keine Start-ups mit einer unsicheren Zukunft, sondern hochprofitable Konzerne mit Milliardenumsätzen. Das macht die aktuelle Entwicklung wesentlich belastbarer als die Internet-Spekulationsblase zur Jahrtausendwende.

Noch ist die KI-Story nicht auserzählt

Natürlich sollten Anleger die Bewertungen nicht ignorieren. Nach der starken Entwicklung der vergangenen Jahre sind viele Nasdaq-Titel alles andere als günstig. Enttäuschungen bei Wachstum, Margen oder den erwarteten KI-Erträgen können deshalb jederzeit zu deutlichen Rücksetzern führen.

Doch genau darin liegt auch eine Chance: Der langfristige Anlagehorizont sollte nicht an einzelnen schwachen Börsenmonaten ausgerichtet werden. Entscheidend ist vielmehr, ob die Unternehmen ihre enormen Investitionen tatsächlich in zusätzliches Wachstum und höhere Gewinne umwandeln können.

Die bisherigen Entwicklungen liefern dafür durchaus überzeugende Argumente. KI ist dabei nicht nur ein kurzfristiger Börsentrend, sondern wird sich zu einer Basistechnologie entwickeln, die ganze Branchen verändert.

Nasdaq bleibt ein wichtiger Wachstumsbaustein

Aus heutiger Sicht spricht daher vieles dafür, dass die langfristige Aufwärtsstory des Nasdaq 100 intakt bleibt. Kurzfristige Rücksetzer sind angesichts der oft hohen Bewertungen jederzeit möglich und sollten einkalkuliert werden. Für langfristig orientierte Anleger bieten solche Schwächephasen jedoch die Möglichkeit, Qualitätsunternehmen aus dem Technologiesektor zu attraktiveren Kursen einzusammeln.

Der Nasdaq 100 bleibt damit ein interessanter Baustein für Anleger, die gezielt auf die Wachstumstreiber der kommenden Jahre setzen wollen. Der Index kann einfach und günstig mit einem ETF abgedeckt werden.

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob KI die Wirtschaft verändern wird – sondern vor allem, wie groß der wirtschaftliche Nutzen am Ende tatsächlich ausfallen wird.