Musk stoppt TSMC-Gerüchte: Intel bleibt bei Terafab an Bord

Musk stoppt TSMC-Gerüchte: Intel bleibt bei Terafab an Bord
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Das von Elon Musk initiierte KI-Megaprojekt „Terafab“ sorgte in den vergangenen Tagen an den Aktienmärkten für reichlich Turbulenzen. Berichte über einen möglichen Einstieg des weltgrößten Auftragsfertigers TSMC hatten ernsthafte Zweifel an der künftigen Rolle von Intel aufgeworfen und die Papiere des US-Chipkonzerns zeitweise stark unter Druck gesetzt. Doch nun haben Musk selbst sowie Intel-CEO Lip-Bu Tan für Klarheit gesorgt – und lassen Intel-Anleger aufatmen.

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Terafab-Projekt: Milliarden-Wette auf die KI-Zukunft

Das in Texas entstehende Joint Venture Terafab, an dem unter anderem Tesla, SpaceX und xAI beteiligt sind, plant den Aufbau einer gigantischen jährlichen KI-Rechenleistung von einem Terawatt. Bereits im April 2026 war Intel (ISIN US4581401001) als exklusiver Entwicklungspartner in das ambitionierte Projekt eingestiegen. Dabei soll vor allem Intels fortschrittlicher „14A“-Fertigungsprozess zum Einsatz kommen.

Als am vergangenen Wochenende jedoch Berichte die Runde machten, TSMC (ISIN US8740391003) könnte als Hauptbetreiber der neuen texanischen Fabrik fungieren, zeigten sich Investoren nervös. Die Befürchtung: Intel könnte bei dem bis zu 119 Milliarden US-Dollar schweren Mammutprojekt auf das Abstellgleis geraten oder Marktanteile verlieren. Die Intel-Aktie büßte daraufhin am Montag und Dienstag zwischenzeitlich über fünf Prozent ein, während TSMC-Papiere Gewinne verbuchten.

CEO Lip-Bu Tan und Elon Musk beschwichtigen die Märkte

Die Spekulationen um einen Führungswechsel bei Terafab wurden zur Wochenmitte jedoch scharf eingefangen. Intel-CEO Lip-Bu Tan trat den Bedenken vor Investoren am Rande einer Veranstaltung in Tokio entschieden entgegen und bekräftigte, dass das Unternehmen weiterhin als Schlüsselpartner für Design und Fertigung fest im Sattel sitze.

Den entscheidenden Befreiungsschlag lieferte jedoch Elon Musk persönlich. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) stellte er unmissverständlich klar, dass seine Unternehmen die neue Fabrik vollständig selbst bauen und betreiben werden. Daran gebe es „null Zweifel“. Ein tieferes Engagement von TSMC schloss der Milliardär faktisch aus: Der taiwanische Konzern könne allenfalls einen kleinen Teil der Kapazitäten anmieten, werde aber definitiv nicht die Kontrolle oder operative Führung übernehmen.

Aufatmen an der Börse: So reagieren die Intel- und TSMC-Aktien

Die klare Bestätigung von Musk spiegelt sich am frühen Mittwochnachmittag umgehend in der Kursentwicklung wider. Die Intel-Aktie, die am Vortag im New Yorker Handel noch auf rund 112,50 US-Dollar abgerutscht war, verzeichnet im vorbörslichen US-Handel spürbare Erholungstendenzen und klettert wieder in Richtung der Marke von 113 US-Dollar. Analysten der japanischen Bank Mizuho reagierten ebenfalls prompt und stuften das Kursziel für Intel auf 114 US-Dollar nach oben.

Auf der anderen Seite muss die Aktie von TSMC einen kleinen Rücksetzer hinnehmen. Nachdem die Hoffnungen auf einen weitreichenden Mega-Deal in Texas durch Musk gedämpft wurden, geben die ADRs (Hinterlegungsscheine) des asiatischen Chipriesen leicht nach und notieren an den deutschen Handelsplätzen wie Tradegate und Stuttgart bei rund 424 Euro.

Für Intel-Aktionäre ist die erneute Rückendeckung durch Musk und das eigene Management ein essenzielles Signal: Der US-Konzern behält seinen prestigeträchtigen Platz in einem der derzeit wichtigsten KI-Infrastrukturprojekte der Welt.