Buffett überrascht: Er kaufte Alphabet-Aktien selbst!

Buffett überrascht: Er kaufte Alphabet-Aktien selbst!
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Entgegen bisherigen Vermutungen an der Wall Street war es nicht Greg Abel, sondern Investorenlegende Warren Buffett höchstpersönlich, der den milliardenschweren Einstieg von Berkshire Hathaway beim Google-Mutterkonzern Alphabet initiierte. Diese Enthüllung schlägt in der Finanzwelt hohe Wellen, galt das „Orakel von Omaha“ doch jahrzehntelang als erklärter Skeptiker von Technologie-Aktien.

Ein Strategiewechsel mit Milliarden-Gewicht

Seit Monaten wurde in internationalen Finanzkreisen darüber spekuliert, dass der designierte Berkshire-CEO Greg Abel das Portfolio zunehmend auf moderne Technologiewerte ausrichten würde. Schließlich baute die Beteiligungsgesellschaft ihre Position beim Tech-Giganten Alphabet (ISIN: US02079K3059) seit dem dritten Quartal 2025 sukzessive aus. Gekrönt wurde dieser Aufbau durch eine groß angelegte Privatplatzierung im Juni 2026, bei der sich Berkshire für rund 10 Milliarden US-Dollar weitere Anteile sicherte. Die Gesamtposition beläuft sich mittlerweile auf über 30 Milliarden US-Dollar.

In einem vielbeachteten Interview mit dem US-Sender CNBC stellte Warren Buffett nun jedoch unmissverständlich klar: „I initiated it“ (Ich habe es initiiert). Zwar betonte der Starinvestor, dass er und sein Nachfolger Abel in ständiger Abstimmung stünden und keine Alleingänge machten, doch der ursprüngliche Impuls für das gigantische Tech-Investment kam eindeutig von ihm selbst.

Reue trotz lukrativem Einstieg

Obwohl sich die Wette auf Alphabet bereits auszahlt, zeigte sich Buffett in seiner gewohnt reflektierten Art selbstkritisch. Er bereue es öffentlich, nicht schon Jahre zuvor in den Suchmaschinen-Giganten investiert zu haben. Bereits 2018 hatte er zugegeben, das enorme Potenzial des Google-Werbegeschäfts unterschätzt zu haben – und das, obwohl Berkshires eigene Versicherungstochter GEICO zu den frühesten und größten Werbekunden von Google zählte. Damals scheute er das unvorhersehbare Umfeld des Technologiesektors. Heute, inmitten des globalen Wettbewerbs um Künstliche Intelligenz (KI), sieht Buffett in der immensen Kapitalstärke und der Cloud-Infrastruktur von Alphabet einen entscheidenden und langfristigen Wettbewerbsvorteil.

Aktuelle Marktentwicklung: Berkshire und Alphabet auf Erfolgskurs

Die Strategie des Altmeisters scheint einmal mehr aufzugehen. Am frühen Nachmittag mitteleuropäischer Zeit verzeichnet die Alphabet-Aktie weiterhin eine positive Tendenz. Das Unternehmen profitiert massiv von seinen florierenden Cloud-Diensten und der starken Nachfrage nach KI-Lösungen, was die jüngsten Quartalszahlen eindrucksvoll unterstrichen haben.

Auch die Anteilsscheine von Berkshire Hathaway (ISIN: US0846707026) erfreuen sich starker Beliebtheit. Die Papiere tendieren aktuell auf einem hohen Niveau nahe ihres jüngsten Achtmonatshochs. Die Investoren honorieren nicht nur das florierende Kernportfolio um Coca-Cola und Apple, sondern auch die nahtlose und erfolgreiche Übergabe des operativen Geschäfts an Greg Abel, während Buffett als Executive Chairman weiterhin ein wachsames Auge auf die strategische Ausrichtung wirft.

Was Anleger aus dem Tech-Deal lernen können

Buffetts später, aber massiver Einstieg bei Alphabet verdeutlicht eine zeitlose Lektion für Investoren: Es ist selten zu spät, eine hervorragende Unternehmensqualität anzuerkennen und in sie zu investieren, sofern die langfristigen fundamentalen Aussichten intakt sind. Das konsequente Festhalten an Burggraben-Unternehmen bleibt die Kern-DNA von Berkshire Hathaway – auch wenn dieser Burggraben heutzutage aus Algorithmen und Rechenzentren besteht.