Roche-Zahlen: Starkes Wachstum stützt Jahresziele

Roche-Zahlen: Starkes Wachstum stützt Jahresziele
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Der Schweizer Pharmakonzern Roche (ISIN: CH0012032048) hat im dritten Quartal seine operative Dynamik erfolgreich fortgesetzt und die Markterwartungen übertroffen. Getragen von einer ungebrochen hohen Nachfrage nach neueren Medikamenten und einer spürbaren Entspannung an der Währungsfront sieht sich das Basler Management auf Kurs und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2026.

An der Heimatbörse in Zürich (SIX Swiss Exchange) reagierten die Papiere gegen Mittag dennoch mit leichten Kursabgaben. Nachdem die Genussscheine und Inhaberaktien des Konzerns in den vorangegangenen Monaten eine deutliche Aufwärtsbewegung verzeichnet hatten, nutzten einige Marktteilnehmer die weitgehend im Rahmen der Erwartungen liegenden Kennzahlen für moderate Gewinnmitnahmen. Zudem sorgte ein zunehmender Wettbewerbsdruck durch Nachahmerpräparate beim Allergiemittel Xolair für vereinzelte Zurückhaltung unter den Investoren.

Roche-Umsatz im Fokus: Schwächerer Franken bringt Entlastung

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 erzielte Roche einen Konzernumsatz von 46,5 Milliarden Schweizer Franken. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem soliden Zuwachs von 6 Prozent. In der Berichtswährung Schweizer Franken fiel das Plus aufgrund der erheblichen Währungsbelastungen aus dem ersten Halbjahr mit 1 Prozent zwar geringer aus, doch zeigte sich im dritten Quartal eine deutliche Trendwende.

Während der starke Franken die ausgewiesenen Erlöse im ersten Quartal noch um 11 Prozent und im zweiten Quartal um 4 Prozent geschmälert hatte, kehrte sich dieser Effekt zwischen Juli und September um. Ein sich stabilisierender US-Dollar sowie ein insgesamt etwas schwächerer Franken sorgten im dritten Jahresviertel für einen leichten Währungsrückenwind von 1 Prozent. Allein im dritten Quartal kletterten die Konzernverkäufe währungsbereinigt um 7 Prozent (in Franken um 8 Prozent) auf 16,1 Milliarden Franken und lagen damit über den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

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Pharmasparte von Roche wächst dank Vabysmo und Ocrevus

Als wichtigster Wachstumsmotor erwies sich erneut die Pharmasparte, deren Erlöse in den ersten neun Monaten währungsbereinigt um 7 Prozent auf 36,2 Milliarden Franken zulegten. Maßgeblich verantwortlich hierfür waren die fünf zentralen Wachstumstreiber des Konzerns: Vabysmo, Ocrevus, Hemlibra, Phesgo und Xolair. Zusammen generierten diese Blockbuster-Medikamente nach neun Monaten einen Umsatz von 16,8 Milliarden Franken, was einem währungsbereinigten Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

  • Ocrevus: Das Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose blieb mit einem Neunmonatsumsatz von 5,32 Milliarden Franken (währungsbereinigt +7 Prozent) ein verlässlicher Stützpfeiler.
  • Hemlibra: Das Hämophilie-A-Präparat steigerte seine Erlöse um 12 Prozent auf 3,75 Milliarden Franken.
  • Vabysmo: Das Mittel gegen schwere Augenkrankheiten verzeichnete weiterhin eine hohe Marktdurchdringung und wuchs in den ersten neun Monaten um 10 Prozent auf 3,20 Milliarden Franken – allein im dritten Quartal lag das Plus bei 14 Prozent.
  • Xolair: Das Allergiepräparat legte auf Neunmonatssicht zwar kräftig um 20 Prozent auf 2,52 Milliarden Franken zu, verfehlte im dritten Quartal mit 848 Millionen Franken jedoch leicht die Konsensschätzungen, da erste kostengünstigere Biosimilars auf den Markt drängten.

Diese Zuwächse kompensierten problemlos die rückläufigen Einnahmen bei älteren Medikamenten mit abgelaufenen Patenten – darunter bekannte Namen wie Avastin, Herceptin und MabThera –, deren kombinierter Umsatz währungsbereinigt um 0,4 Milliarden Franken zurückging.

Diagnostikgeschäft stabilisiert sich nach China-Reformen

Positive Signale sendete auch die kleinere Diagnostik-Division. Nach neun Monaten verharrte der Umsatz in Schweizer Franken gerechnet stabil bei 10,3 Milliarden Franken, legte währungsbereinigt jedoch um 4 Prozent zu. Besonders im dritten Quartal zog das Geschäft mit einem Plus von 5 Prozent auf 3,54 Milliarden Franken wieder spürbar an.

Damit schwächt sich der bremsende Effekt der staatlichen Preisreformen im chinesischen Gesundheitswesen wie vom Management prognostiziert sukzessive ab. Zum Vergleich: Im Auftaktquartal waren die Diagnostik-Einnahmen aufgrund der veränderten Vergütungsstrukturen in China noch deutlich unter Druck geraten. Für das kommende Jahr rechnet die Konzernführung in dieser Sparte wieder mit einer Rückkehr zu normalen Wachstumsraten im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

Ausblick und Strategie: Roche bestätigt Jahresprognose

Traditionell legt der Basler Konzern zum ersten und dritten Quartal reine Umsatzzahlen und keine detaillierten Gewinnkennziffern vor. Für das Gesamtjahr 2026 sieht sich Vorstandschef Thomas Schinecker jedoch voll im Plan. Roche rechnet zu konstanten Wechselkursen weiterhin mit einem Anstieg der Konzernverkäufe im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der bereinigte Kerngewinn je Titel soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Zudem bekräftigte das Unternehmen die Absicht, die Dividende in Schweizer Franken erneut anzuheben.

Strategisch richtet Schinecker den Blick verstärkt auf die Effizienz der Forschungspipeline sowie externe Lizenzdeals in den USA und Asien. Bis zum Jahr 2030 will Roche bis zu 20 neue Medikamente auf den Markt bringen. Kurzfristig stehen bereits wichtige Meilensteine bevor: Ende November und Mitte Dezember werden richtungsweisende Entscheidungen der US-Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung des neuen Brustkrebsmittels Giredestrant erwartet.

Jahreschart Roche Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.