Danone-Zahlen im Fokus: Starke Preismacht treibt Umsatz
Der französische Lebensmittelkonzern Danone (ISIN: FR0000120644) hat im dritten Quartal seine Widerstandsfähigkeit in einem herausfordernden Marktumfeld unter Beweis gestellt. Dank konsequenter Preiserhöhungen und einer anhaltend hohen Nachfrage nach Gesundheits- und Spezialnahrung konnte das Unternehmen die Markterwartungen beim Umsatzwachstum übertreffen. Gleichzeitig bestätigte das Management die Ziele für das Gesamtjahr und kündigte einen Aktienrückkauf an.
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Danone-Aktie reagiert mit Kursgewinnen auf Quartalszahlen
Im dritten Quartal kletterte der ausgewiesene Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent auf 7,23 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,88 Milliarden Euro). Auf vergleichbarer Basis (Like-for-Like) erzielte Danone ein organisches Wachstum von 4,0 Prozent und übertraf damit den im Vorfeld von Analysten erwarteten Konsens von 3,7 Prozent.
Verantwortlich für diesen Zuwachs war in erster Linie die ausgeprägte Preismacht des Konzerns: Während Preiserhöhungen 3,6 Prozentpunkte zum organischen Wachstum beisteuerten (erwartet wurden lediglich 2,7 Prozent), fiel das Mengen- und Mixwachstum mit einem Plus von 0,4 Prozent verhaltener aus als die prognostizierten 1,1 Prozent. Laut Finanzchef Jürgen Esser reagierte Danone mit selektiven Preisanpassungen in Europa und den USA insbesondere auf gestiegene Energie- und Rohstoffkosten infolge höherer Ölpreise im Sommer.
An der Heimatbörse Euronext in Paris nahmen Anleger das Zahlenwerk positiv auf. Die Danone-Aktie verzeichnete im Vormittagshandel deutliche Kursgewinne und legte um rund 1,5 Prozent auf 62,56 Euro zu. Auch auf dem deutschen Handelsplatz Tradegate zeigte sich das Papier am Vormittag freundlich und notierte mit einem Aufschlag von über drei Prozent bei 63,16 Euro.
Regionale Entwicklung bei Danone: Licht und Schatten in den Kernmärkten
Ein Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Regionen offenbart eine unterschiedliche Dynamik innerhalb des Konzerns:
- Spezialnahrung als Wachstumstreiber: Die Sparte Specialized Nutrition verzeichnete mit einem vergleichbaren Plus von 4,7 Prozent (ausgewiesen +6,8 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro) die stärkste Entwicklung. Marken wie Aptamil, Neocate und Kate Farms sorgten vor allem in Amerika und Asien für kräftige Impulse.
- Milchprodukte und pflanzliche Alternativen (EDP): Das größte Segment wuchs organisch um 3,6 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro. In Europa überzeugten Marken wie Alpro, Activia und proteinreiche Produkte (High Protein) in Frankreich, Spanien und Großbritannien.
- Wassersparte unter Wetterdruck: Das Geschäft mit Wasserprodukten legte auf vergleichbarer Basis ebenfalls um 3,6 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro zu. Während Marken wie Volvic und Evian in Europa und Nordamerika stark performten, belasteten ungünstige Wetterbedingungen und ein Lagerabbau bei der Marke Mizone in China das Konzernwachstum um rund einen Prozentpunkt.
Regional betrachtet übertraf die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) mit einem organischen Umsatzplus von 3,9 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro die Schätzungen deutlich. Die Region Asien-Pazifik (APAC) wuchs vergleichbar um 3,6 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro.
Strategischer Umbau im US-Geschäft von Danone
Während Gesamtamerika ein solides organisches Wachstum von 4,4 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro auswies, blieb die Entwicklung in Nordamerika mit einem Plus von 2,4 Prozent hinter den Markterwartungen von 3,7 Prozent zurück. Insbesondere das Volumengeschäft war dort mit 0,6 Prozent leicht rückläufig.
Das Management kündigte daher umgehende Gegenmaßnahmen an, um im wichtigen US-Markt wieder an Dynamik zu gewinnen. Mit sofortiger Wirkung wurde die Führung des US-Geschäfts neu besetzt: François Lacombe wechselt von der spanischen Landesgesellschaft an die Spitze der US-Sparte. Zudem hat Danone die Produktionskapazitäten für stark nachgefragte Protein-Joghurts (wie die Marke Oikos) in vier US-Werken ausgebaut, um bisherige Lieferengpässe zu beseitigen. Für das kommende Jahr ist darüber hinaus eine Produktoffensive mit Kefir, ballaststoffreichen Lebensmitteln und neuen griechischen Joghurt-Varianten geplant.
Jahresausblick bestätigt und Aktienrückkauf angekündigt
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 sieht sich Konzernchef Antoine de Saint-Affrique trotz des volatilen Umfelds voll auf Kurs. Danone bestätigte die Jahresprognose, wonach der Umsatz auf vergleichbarer Basis zwischen 3 und 5 Prozent wachsen soll. Das wiederkehrende operative Ergebnis (Recurring Operating Income) soll dabei stärker zulegen als der Umsatz, was auf eine moderate Ausweitung der operativen Marge hindeutet.
Als weiteres Signal der Zuversicht gab Danone bekannt, bis Ende 2026 rund 3,5 Millionen eigene Aktien zurückkaufen zu wollen. Die erworbenen Papiere sollen im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen eingesetzt werden.