Telekom-Aktie springt an: Elliott torpediert T-Mobile-Deal

Großes rotes T-Logo mit quadratischen Punkten auf grauem Hintergrund über einem Geschäftseingang.
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Ein mächtiger neuer Akteur betritt die Bühne des Bonner Telekommunikationsriesen und sorgt umgehend für deutliche Bewegung am Aktienmarkt. Der renommierte US-Hedgefonds Elliott Investment Management, gegründet vom milliardenschweren Investor Paul Singer, hat laut übereinstimmenden Medienberichten von Nachrichtenagenturen wie Bloomberg und Reuters eine signifikante Beteiligung an der Deutschen Telekom AG (ISIN: DE0005557508) aufgebaut. Der Einstieg des als aktivistisch geltenden Investors ist an eine klare Forderung geknüpft: Die im Hintergrund angedachten Pläne für eine vollständige Konzernfusion mit der ertragsstarken US-Tochter T-Mobile US (ISIN: US8725901040) sollen umgehend auf Eis gelegt werden.

Strategiewechsel: Aktienrückkäufe statt US-Mega-Fusion

Bislang hielt sich im Markt hartnäckig das Szenario, die Deutsche Telekom könnte eine neue Holdingstruktur anstreben, um das eigene Geschäft und das der US-Mobilfunktochter unter einem gemeinsamen Dach zu verschmelzen. Ein solcher Schritt hätte eine der größten M&A-Transaktionen in der globalen Wirtschaftsgeschichte bedeutet. Der DAX-Konzern hält aktuell einen Anteil von rund 54 Prozent an T-Mobile US.

Elliott lehnt diesen komplexen Fusionsplan Insidern zufolge kategorisch ab. Die Begründung liegt nahe: Eine derart gigantische Transaktion würde enorme regulatorische, politische und gesellschaftsrechtliche Hürden auf beiden Seiten des Atlantiks nach sich ziehen. Stattdessen fordert der US-Investor von Telekom-Chef Tim Höttges alternative und vor allem direktere Wege, um den Aktionärswert („Shareholder Value“) zu steigern. Ganz oben auf der Wunschliste stehen dabei deutlich erweiterte Aktienrückkaufprogramme, die den Wert der ausstehenden Papiere unmittelbar stützen sollen.

Telekom-Aktie im Aufwind: Anleger feiern die News

Die Forderungen von Elliott fallen bei den Anlegern offenbar auf überaus fruchtbaren Boden. Die T-Aktie verzeichnete als Reaktion auf den Einstieg des Hedgefonds spürbare Zugewinne. Am heutigen Donnerstag gegen Mittag kletterte das Papier der Deutschen Telekom an der Frankfurter Börse auf rund 29,05 Euro. Dies entspricht einem ansehnlichen Kursplus von über 2 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs und katapultierte den Wert zeitweise an die Spitze des deutschen Leitindex.

Auch auf der anderen Seite des Atlantiks zeigten sich die Aktionäre erfreut. Die Papiere von T-Mobile US hatten nach Bekanntwerden der Elliott-Positionierung in New York bereits deutliche Gewinne von rund 3 Prozent eingefahren.

Wie geht es für den Bonner Konzern weiter?

Der Vorstoß von Elliott fällt in eine ohnehin strategisch wichtige Phase. Das Management der Telekom hatte in der Vergangenheit bereits milliardenschwere Aktienrückkäufe initiiert, um den Aktienkurs zu pflegen. Die Präsenz eines so profilierten Aktivisten wie Elliott dürfte den Druck auf den Vorstand nun jedoch nochmals spürbar erhöhen, die Kapitalallokation weiter zugunsten der Investoren zu optimieren.

Ob sich die Konzernspitze dem Druck beugt und die Fusionsgespräche offiziell beerdigt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die kommenden Wochen für Aktionäre der Deutschen Telekom äußerst spannend bleiben, da Elliott weltweit dafür bekannt ist, seine strategischen Forderungen mit großem Nachdruck zu verfolgen.