Gabler Aktie: Jetzt muss geliefert werden

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Nach dem Börsengang im Frühjahr hat sich die Dynamik bei der Gabler Aktie deutlich abgekühlt. Zuletzt tendierte das Papier des U-Boot-Ausrüsters seitwärts und notiert aktuell bei knapp 40 Euro (Stand: 25. August 2026, ca. 10 Uhr). Nun hat das Unternehmen frische Halbjahreszahlen präsentiert.

Vor allem der Auftragseingang überzeugte und Gabler hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Beim Nettogewinn ist allerdings noch Luft nach oben. Der Spezialist von Mast- und Sensorsystemen muss nun zeigen, dass der enorme Auftragsbestand auch in steigende Erlöse umgemünzt werden kann – aus Anlegersicht bestenfalls mit wachsender Profitabilität.

Gabler mit insgesamt starken Halbjahreszahlen

Mit einem Umsatz von 27,3 Millionen Euro sowie einem bereinigten EBIT von 6,8 Millionen Euro ist das Unternehmen nach 6 Monaten grundsätzlich auf Kurs für die Ziele im Gesamtjahr 2026. Gabler plant weiterhin mit einem Umsatz zwischen 69 und 71 Millionen Euro – hier ist demnach deutliches Wachstum im 2. Halbjahr geplant. Das bereinigte EBIT soll zwischen 17 und 19 Millionen Euro landen.

Dass die Nachfrage nach den Hightech-Produkten des Konzerns mit Hauptsitz in Lübeck hoch ist, zeigt der starke Auftragseingang. Dieser war mit 51,9 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie der Umsatz. Der Auftragsbestand liegt bei rund 390 Millionen Euro. Unter anderem durch die IPO-Kosten und Abschreibungen fiel der Nettogewinn im ersten Halbjahr mit 0,8 Millionen Euro gering aus.

Gabler Aktie: Wachstum ist das Ziel

Beim Nettogewinn dürfte Gabler im zweiten Halbjahr besser performen als zuletzt. Für den maritimen Zulieferer wird es jetzt vor allem darauf ankommen, die Produktion hochzufahren, um den Auftragsbestand auch in Umsätze verwandeln zu können. Mittelfristig plant der Konzern weiterhin mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro.

Für Anleger wird es bei der Gabler Aktie dann interessant, wenn der Umsatz kontinuierlich steigt – ohne dass die Marge darunter leidet. Grundsätzlich ist das Geschäft profitabel, wie die bereinigte EBIT-Marge von 21,3 Prozent belegt. Sollte Gabler in den nächsten Quartalen profitabel wachsen und vielleicht sogar die eigenen Prognosen übertreffen, wäre das ein starkes Signal für die Gabler Aktie.

Gabler Aktie seit IPO, Quelle: https://oct.mymarkets.com/