Rheinmetall: Fregatten-Aus reißt Millionenloch – Aktie fällt

Rheinmetall: Fregatten-Aus reißt Millionenloch – Aktie fällt
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Der erfolgsverwöhnte Rüstungskonzern Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) muss einen schmerzhaften Rückschlag verdauen. Die überraschende Stornierung des geplanten F126-Fregattenprojekts wirbelt die ehrgeizigen Ziele für das laufende Jahr kräftig durcheinander. Während das operative Geschäft in vielen Kernbereichen weiterhin floriert, bekommen Aktionäre die direkten Auswirkungen des geplatzten Marine-Deals nun zu spüren.

F126-Storno belastet Rheinmetall massiv

Die Absage der F126-Fregatte durch das Bundesverteidigungsministerium trifft Rheinmetall an einer empfindlichen Stelle: dem Auftragseingang. Das Düsseldorfer Unternehmen musste eingestehen, dass das ambitionierte Ziel, im zweiten Quartal ein Auftrags- und Rahmenvertragsvolumen (die sogenannte „Nomination“) von 20 Milliarden Euro zu erreichen, nicht mehr haltbar ist. Stattdessen wird nun lediglich ein Betrag im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich erwartet.

Diese Lücke entsteht, obwohl der DAX-Konzern in anderen Rüstungssegmenten weiterhin eine extrem starke Dynamik verzeichnet. So konnten im Frühjahr unter anderem lukrative Verträge über Loitering-Munition sowie ein umfangreiches Auftragspaket für Rumänien im Rahmen des SAFE-Programms an Land gezogen werden. Das Fregatten-Debakel konnte dadurch jedoch nicht vollständig kompensiert werden.

Umsatzdämpfer trotz robustem Wachstum

Neben dem verfehlten Auftragsziel hat der Verlust des Prestigeprojekts auch direkte finanzielle Konsequenzen für das laufende Geschäftsjahr. Sollte Rheinmetall kurzfristig keine anderweitigen Abhilfemaßnahmen zur Umsatzkompensation finden, drohen im Jahr 2026 Umsatzeinbußen von bis zu 300 Millionen Euro.

Dennoch bleibt das grundsätzliche Wachstum intakt: Für das zweite Quartal rechnet der Vorstand weiterhin mit einem fulminanten Umsatzplus von über 60 Prozent. Ob die Stornierung weitreichendere Folgen für die Gesamtjahresprognose hat, wird derzeit noch intern geprüft. Detaillierte Antworten wird der Markt voraussichtlich am 6. August erwarten dürfen, wenn die vollständigen Quartalszahlen präsentiert werden.

Aktueller Kurs der Rheinmetall-Aktie unter Druck

Die Reaktionen am Frankfurter Handelsplatz Xetra ließen nicht lange auf sich warten. Am Freitagmittag gab die Rheinmetall-Aktie spürbar nach und rutschte zeitweise um fast drei Prozent auf rund 1.082,80 Euro ab. Damit setzt das Papier seine jüngste Konsolidierungsphase fort, nachdem es in den vergangenen Monaten bereits deutlich von seinen einstigen Rekordständen im Bereich von knapp 2.000 Euro zurückgekommen war.

Trotz der aktuellen Kursverluste bleibt das Bild bei internationalen Analysten gemischt, aber in der langfristigen Tendenz oft intakt. Experten der britischen Bank Barclays zeigen sich laut aktuellen Einschätzungen weiterhin vorsichtig optimistisch für das zweite Quartal und betonen, dass Anleger das große Ganze – den anhaltenden Rüstungsboom – nicht aus den Augen verlieren sollten. Allerdings reagierten andere Häuser bereits mit Anpassungen: So senkte die Deutsche Bank ihr Kursziel für den DAX-Titel angesichts der jüngsten Entwicklungen von 2.100 auf 1.800 Euro, während Analysten von JPMorgan auf die rasanten technologischen Veränderungen in der Wehrtechnik hinweisen und die mittelfristigen Ziele des Konzerns als zunehmend ambitioniert betrachten.

Für Investoren bedeutet dies, dass die Rheinmetall-Aktie kurzfristig volatil bleiben dürfte. Die robuste Basis durch das starke Kerngeschäft federt den Schock der F126-Stornierung zwar ab, doch der Beweis, dass die Düsseldorfer solche Milliardenlücken nahtlos durch neue Großaufträge schließen können, muss in den kommenden Monaten erst noch erbracht werden.

Jahreschart Rheinmetall Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com/

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.