Evonik Aktie: Das kommt sehr gut an
Mit einem Plus von gut 3 Prozent startete die Aktie von Evonik stark in den neuen Handelstag. Aktuell notiert das Papier des Chemiekonzerns bei knapp 18 Euro und damit auch deutlich (nämlich 33 Prozent) über dem Niveau von Anfang Januar (Stand: 22. September 2026, ca. 10 Uhr).
Auf den ersten Blick kommt der heutige Aufschwung für manche vielleicht überraschend, da der Konzern in einer aktuellen Mitteilung von einer „strukturellen und ökonomischen Krise unserer Industrie“ spricht. Doch das bereits im Juni angekündigte und nun festgezurrte Restrukturierungsprogramm sowie die Sparmaßnahmen kommen an der Börse gut an – Anleger werten das „Umbauprogramm Evonik Tailor Made“ als richtigen Schritt für die Zukunft von Evonik.
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Evonik mit Details zum Sparprogramm
Bereits im Juni kündigte Evonik das laufende Programm an, bei dem zwischen 2023 und Ende 2029 insgesamt 6.000 Stellen wegfallen sollen. Das Unternehmen schloss dabei nun erneut betriebsbedingte Kündigungen aus – Evonik plant mit „Nicht-Nachbesetzung freiwerdender Stellen, frühere Übergänge in den Ruhestand sowie freiwillige Abkehr gegen Zahlung von Abfindungen“.
Gleichzeitig verändert sich vor allem im kommenden Jahr 2027 auch die Struktur des Konzerns. Evonik plant den Verkauf der Tochter Oxeno (C4-Chemie – Verhandlungen laufen bereits) sowie den Verkauf der Tochter Syneqt (Infrastruktur). Der mittelfristige Plan ist klar: Evonik möchte in den kommenden Jahren die Basis für mehr Wachstum schaffen.
Evonik Aktie: Sparprogramm wird positiv aufgenommen
Dass das Umbauprogramm an den Märkten prinzipiell sehr positiv aufgenommen wurde, ist keine Überraschung. Denn Evonik fokussiert sich stärker auf die Wachstumschancen und strafft die Zahl der Mitarbeiter sowie das Portfolio. Damit soll unter anderem die Marge geschützt und gleichzeitig finanzieller Spielraum geschaffen werden.
Ob der positive Trend bei der Evonik Aktie anhalten kann, hängt allerdings auch noch von ausstehenden Details ab: Was kostet das Programm, wann fallen die Belastungen an und welche nachhaltigen Einsparungen kann Evonik damit erzielen? Darüber hinaus sollte das Unternehmen möglichst das bereinigte EBITDA-Ziel für das Gesamtjahr (2,0 bis 2,2 Milliarden Euro) bestätigen. Mit den Q3-Zahlen am 3. November oder spätestens beim konkreten Ausblick für das Umbaujahr 2027 dürften Anleger diesbezüglich schlauer sein.

Jahreschart Evonik Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com