Deutsche Bank Aktie: Analyst sieht 35 % Kurspotenzial

Deutsche Bank im Regen
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Die Spannung bei Anlegern steigt, denn am kommenden Mittwoch, den 29. Juli, wird die Deutsche Bank ihre Bücher öffnen und die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal präsentieren. Während sich die Märkte in den letzten Tagen eher wechselhaft zeigten, gibt es von Analystenseite massiven Rückenwind für das größte deutsche Geldhaus. Vor allem die US-Investmentbank JPMorgan positioniert sich im Vorfeld mit einer äußerst bullischen Einschätzung.

Investmentbanking als starker Treiber für die Deutsche Bank

Der JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein bestätigte in einer aktuellen Einschätzung seine Kaufempfehlung („Overweight“) für die Deutsche Bank und bekräftigte sein Kursziel von 41 Euro. Zusätzlichen Rückenwind erhält seine positive Einschätzung durch die jüngst vorgelegten Quartalszahlen der großen US-Banken wie Goldman Sachs, JPMorgan und Bank of America. Die starken Ergebnisse im Handelsgeschäft und Investmentbanking sprechen nach seiner Einschätzung auch für ein solides Abschneiden der europäischen Investmentbanken.

Abouhossein leitet aus dieser Entwicklung an der Wall Street eine positive Tendenz für europäische Banken ab. Zwar dürfte das europäische Investmentbanking traditionell etwas moderater ausfallen, doch die Deutsche Bank (ISIN: DE0005140008) gehört zusammen mit wenigen anderen Häusern zu seinen klaren Favoriten, um von diesem globalen Momentum zu profitieren. Dementsprechend bestätigte der Experte sein ambitioniertes Kursziel von 41 Euro.

Deutsche Bank Aktie (DE0005140008) nach Rücksetzer im Fokus

Ein genauer Blick auf die aktuelle Marktsituation zeigt, dass das von JPMorgan ausgegebene Ziel den Anlegern reichlich Fantasie bietet. Nach einigen Gewinnmitnahmen in den vergangenen Tagen und einer allgemein trüben Marktstimmung notiert die Aktie der Deutschen Bank am Vormittag auf dem Handelsplatz Tradegate bei rund 30,32 Euro. Zuvor war das Papier im Xetra-Handel zeitweise sogar knapp unter die psychologisch wichtige Marke von 30 Euro gerutscht.

Dieser jüngste Kursrücksetzer steht in einem gewissen Kontrast zu der äußerst positiven Einschätzung des Staranalysten. Bis zu dem anvisierten Kursziel von 41 Euro ergibt sich vom aktuellen Preisniveau aus ein Aufwärtspotenzial von beeindruckenden 35 Prozent. Ob das Wertpapier diesen großen Sprung zeitnah vollziehen kann, dürfte maßgeblich von den echten Zahlen abhängen.

Sollten das Handels- und Investmentbanking am 29. Juli die hohen Erwartungen erfüllen und der Konzernumbau weitere Früchte tragen, könnte dies der Startschuss für eine neue Aufwärtsbewegung sein. Enttäuschen die Zahlen jedoch, könnte sich der kurzfristige Abwärtsdruck weiter fortsetzen. Anleger sollten die bevorstehenden Quartalsdaten daher ganz genau im Auge behalten, bevor sie sich neu positionieren.