DAX: Was kommt nach den Rekorden?
Es liegen turbulente Wochen hinter dem DAX: Während der Leitindex im Juli noch kurzzeitig unter die Marke von 25.000 Punkten gerutscht war, ging es in der Folge deutlich nach oben – sogar bis auf ein neues Allzeithoch. Vor gut einer Woche notierte der DAX kurzzeitig bei 26.573 Zählern und damit so hoch wie nie zuvor.
Nun, nach einigen Gewinnmitnahmen und steigenden Anleiherenditen, kämpft der Leitindex erneut auf hohem Niveau mit der Marke von 26.000 Zählern. Was hat den Index in der letzten Zeit beeinflusst und worauf sollten Anleger in den nächsten Monaten achten?
DAX mit neuem Rekordhoch
Mehrere Faktoren haben den deutschen Leitindex zuletzt über die Marke von 26.000 Punkten und auf ein neues Allzeithoch gehievt. Dazu gehören auf der einen Seite Rekordgewinne und gute Aussichten bei den DAX-Konzernen. Aber auch die teils starken Ergebnisse der US-Tech-Riesen sowie der anhaltende KI-Boom haben den Index gestützt.
Zudem haben sich auch die leicht geringeren Ölpreise und die immer wiederkehrende Hoffnung auf geopolitische Entspannung bemerkbar gemacht. Nach der kurzen Rally bis zum Allzeithoch am 12. August kam es zu vereinzelten Gewinnmitnahmen. Außerdem haben sich steigende Anleiherenditen nicht nur auf die voraussichtliche Zinspolitik ausgewirkt, sondern ein Investment in Aktien kurzfristig unattraktiver gemacht.
So könnte es nun beim DAX weitergehen
Grundsätzlich sind die Aussichten für den DAX nach wie vor positiv. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 7 Prozent auf der Kurstafel und das Allzeithoch von letzter Woche muss noch nicht das Ende der Fahnenstange im Jahr 2026 gewesen sein. Auf der einen Seite dürften sich die Entwicklung der deutschen Wirtschaft und Konjunktur auf den Leitindex auswirken.
Noch entscheidender könnten allerdings die geopolitische Lage sowie andere globale Faktoren wie etwa die Zollpolitik sein. Der DAX reagierte zuletzt vor allem auf Vorgaben von der Wall Street. Eine Fortsetzung – oder auch Rücksetzer – bei der KI-Rally wird auch in Europa zu spüren sein.