DAX unter 25.000 Punkten: Der perfekte Sturm zum Q4-Auftakt
Erstmals seit Ende Juli ist der DAX im heutigen Vormittagshandel unter die Marke von 25.000 Punkten gefallen. Aktuell notiert der Leitindex mit rund 24.850 Zählern gut 2,5 Prozent niedriger als gestern (Stand: 1. Oktober 2026, ca. 10.30 Uhr). Seit Jahresbeginn steht nun nur noch ein kleines Plus auf der Kurstafel.
Was sind die Gründe für den doch recht heftigen Absturz beim DAX? Gestern hatte das Statistische Bundesamt die Inflationsrate für den September veröffentlicht – erstmals seit knapp 3 Jahren ist diese über 3 Prozent geklettert. Auch die sehr hohen Renditen für Staatsanleihen sowie die Notenbankpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks spielen aktuell eine wichtige Rolle. Darauf sollten Anleger nun achten.
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Die Gründe für die aktuelle DAX-Schwäche
Mit 3,3 Prozent stieg die Inflationsrate im September recht deutlich an (im August waren es noch 2,9 Prozent). Vor allem die kräftig gestiegenen Energiepreise treiben derzeit die Inflation. Die Konsequenz: Die Konsumlaune bleibt gedämpft und eine Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist in diesem Umfeld sehr unwahrscheinlich.
Zuletzt hatten sowohl die EZB (auf 2,5 Prozent) als auch die US-Notenbank Fed (auf 3,75 bis 4,0 Prozent) die Zinsen erhöht. Gleichzeitig sind die Renditen für US-Anleihen nun auf etwa 5,3 Prozent gestiegen – das ist der höchste Wert seit 24 Jahren. Auch die 10-jährigen Bundesanleihen bringen aktuell mit etwa 3,6 Prozent hohe Renditen. In diesem Umfeld sind Aktien deutlich weniger gefragt.
So könnte es beim DAX weitergehen
Kurzfristig ist eine echte Trendwende bei den Anleiherenditen, der Inflation und der Notenbankpolitik eher unwahrscheinlich. Das ist für den Start in das Schlussquartal keine besonders gute Nachricht für DAX-Anleger. Es ist durchaus denkbar, dass der Leitindex die Marke von 25.000 Punkten nicht so schnell zurückerobern wird.
Auf der anderen Seite sollten Anleger bedenken: Das Allzeithoch mit rund 26.600 Punkten liegt gerade einmal knapp 5 Wochen zurück. Seitdem hat der DAX 6,5 Prozent eingebüßt – mittelfristig dürfte das wieder das anvisierte Ziel sein. Die Jahresendrally kann trotz schwachem Q4-Start durchaus noch kommen.