DAX: Ende der Waffenruhe – der nächste Schock
Mit 25.900 Punkten notierte der DAX zu Beginn der laufenden Handelswoche so hoch wie nie zuvor. Die Entspannung im Nahost-Konflikt sowie die Möglichkeiten stabiler oder gar sinkender Leitzinsen hatten den Index zuvor beflügelt. 2 Tage später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus – der DAX fiel im Vormittagshandel wieder unter die Marke von 25.000 Zählern (Stand: 8. Juli 2026, ca. 10.30 Uhr).
Nach der bereits gestern brüchigen Waffenruhe im Nahen Osten haben die USA in der Nacht mehrere Ziele angegriffen – und Donald Trump das mühsam erarbeitete Rahmenabkommen vor dem Nato-Gipfel in der Türkei für „vorbei“ erklärt. Die Märkte reagierten sofort mit deutlichen Abschlägen, falls die Kampfhandlungen auf beiden Seiten wieder zunehmen, dürfte das spürbare Auswirkungen haben.
DAX reagiert auf Eskalation
US-Präsident Donald Trump hat das Rahmenabkommen mit Iran für hinfällig erklärt und gleichzeitig betont, dass er nicht mehr mit Iran verhandeln wolle. Beim DAX löste die Ankündigung von Trump kurz vor dem Nato-Gipfel ein kleines Kursbeben aus – der Leitindex hat seit Handelsstart heute früh gut 2 Prozent verloren.
Ein Aufflammen des Krieges hätte wohl mehrere direkte und indirekte Auswirkungen auch auf die Börsen. Auf der einen Seite steigt der Ölpreis erneut an und auch die Straße von Hormus könnte wieder komplett geschlossen werden. Auf der anderen Seite verringert das aufgrund von Inflationssorgen auch die Chancen auf eine anlegerfreundliche Zinspolitik der US-Notenbank Fed.
So könnte es nun beim DAX weitergehen
Die nächste Fed-Sitzung findet am 29. Juli statt. Bis dahin sind es noch 3 Wochen und auch beim Krieg im Nahen Osten kann in dieser Zeitspanne vieles passieren. Bei einem optimistischen Szenario flammen die Kämpfe nur kurz wieder auf, bevor ein neues Abkommen zwischen Iran und USA erzielt wird.
Falls der Krieg jedoch – wie nach den Aussagen von Trump aktuell zu befürchten ist – wieder stark eskaliert, dürfte das auch die Wirtschaft und damit die Börsen in den nächsten Tagen und Wochen massiv belasten. DAX-Anleger müssen hier noch gute Portionen Geduld und Resilienz mitbringen.