DAX-Beben: Ströer rückt auf, Übernahmedrama bei Hugo Boss

DAX-Beben: Ströer rückt auf, Übernahmedrama bei Hugo Boss
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Die turnusmäßige Überprüfung der Index-Zusammensetzungen durch die Deutsche Börse (Tochter ISS Stoxx) hat für einige Bewegung gesorgt. Während der Leitindex DAX unangetastet bleibt, dreht sich das Index-Karussell in der zweiten und dritten Börsenliga gewaltig. Die beschlossenen Änderungen treten zum Handelsbeginn am Montag, den 21. September 2026, in Kraft. Was bedeutet das für Ihr Portfolio?

Deutsche Börse ordnet Indizes neu: Die Gewinner und Verlierer

Lufthansa-Aktie: Der DAX-Aufstieg bleibt verwehrt

Für die Deutsche Lufthansa (ISIN DE0008232125) hat es auch im dritten Anlauf nicht gereicht. Die erhoffte Rückkehr in die höchste deutsche Börsenliga bleibt dem Kranich-Konzern vorerst verwehrt. An der Börse wird diese Nachricht jedoch überaus gelassen aufgenommen. Am Freitagvormittag verzeichnet das Papier eine leicht positive Tendenz und verbucht Zugewinne von rund 0,5 Prozent.

Ströer-Aktie erobert den MDAX

Großer Profiteur der jüngsten Anpassungen ist der Werbevermarkter Ströer (ISIN DE0007493991). Das Unternehmen steigt in den Index der mittelgroßen Werte, den MDAX, auf und profitiert künftig von einer höheren Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren und passiven ETF-Fonds, die den Index real nachbilden. Die Marktteilnehmer goutieren den Aufstieg deutlich: Am Freitagvormittag notiert die Ströer-Aktie bei 37,92 Euro und verzeichnet damit ein solides Plus von 0,2 Prozent.

Hugo Boss-Aktie: Abstieg in den SDAX trifft auf Übernahmefantasien

Den Platz im MDAX räumen muss der Modekonzern Hugo Boss (ISIN DE000A1PHFF7), der künftig im Nebenwerteindex SDAX gelistet wird. Doch abseits der reinen Indexzugehörigkeit kocht bei den Metzingern derzeit ein handfester Wirtschaftskrimi hoch: Die britische Frasers Group hat angekündigt, ihre Beteiligung an dem Modeunternehmen von derzeit knapp 48 Prozent auf über 50 Prozent aufstocken zu wollen. Infolgedessen sah sich das Management von Hugo Boss erst in dieser Woche gezwungen, sein laufendes Aktienrückkaufprogramm kurzfristig zu stoppen.

Diese akuten Übernahmefantasien überlagern aktuell den fundamentalen Gegenwind, den ein Index-Abstieg üblicherweise mit sich bringt. Dennoch zeigt sich die Hugo Boss-Aktie am Freitagvormittag mit einem leichten Abschlag: Der Kurs gibt um etwa 0,34 Prozent auf 38,72 Euro nach. Anleger sollten die Entwicklungen rund um den Großaktionär Frasers Group in den kommenden Wochen genau im Blick behalten, da hier im Zweifel erhebliche Volatilität droht.