Daimler Truck: Q2-Rückgang, aber Prognose angehoben
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck (ISIN: DE000DTR0CK8) hat seine endgültigen Geschäftszahlen für das zweite Quartal präsentiert. Während US-Zölle das jüngste Quartalsergebnis deutlich belasten, stimmt der Ausblick auf das zweite Halbjahr zuversichtlich.
Daimler Truck Aktie: Zölle belasten das Q2-Ergebnis
Die jüngsten Bilanzen spiegeln ein herausforderndes Umfeld wider. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) sank im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 838 Millionen Euro. Auch unter dem Strich mussten Anleger Abstriche machen: Der Gewinn je Aktie brach um fast die Hälfte auf 0,15 Euro ein. Ursächlich für diesen starken Rückgang waren vor allem erhebliche zollbedingte Kosten auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt.
Stärkeres zweites Halbjahr für Daimler Truck erwartet
Trotz der aktuellen Delle blickt das Management überaus optimistisch in die Zukunft. Ein entscheidender Faktor hierfür ist das US-Handelsministerium: Durch die offizielle Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen dürften die Zollbelastungen im weiteren Jahresverlauf spürbar sinken.
Gepaart mit erwartungsgemäß starken Absatzzahlen von Trucks North America hat der Konzern seine Jahresprognose folgerichtig angehoben. Für das Gesamtjahr wird nun ein bereinigtes EBIT in der Spanne von 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Zudem sollen die Aktionäre weiterhin am Erfolg beteiligt werden: Im September startet die zweite Tranche des insgesamt 1,1 Milliarden Euro schweren Aktienrückkaufprogramms.
Kursreaktion der Daimler Truck Aktie (DE000DTR0CK8)
An der Börse sorgte das Zahlenwerk am Vormittag für gemischte Gefühle. Nachdem die Papiere in den vergangenen Wochen noch auf ein Jahreshoch von knapp 50 Euro geklettert waren, kam es im Zuge der Veröffentlichung zu klassischen Gewinnmitnahmen. Die Daimler Truck Aktie verlor im frühen Vormittagshandel rund fünf Prozent an Wert und notierte bei etwa 45,70 Euro. Anleger wägen derzeit die schwachen Quartalszahlen gegen die vielversprechenden Aussichten für das Gesamtjahr ab.