DAX-Krimi: Commerzbank startet Dialog mit UniCredit
Im zähen Ringen um die Zukunft der Commerzbank zeichnet sich eine entscheidende Wende ab. Nach Monaten des Widerstands zeigt sich die Führung der zweitgrößten deutschen Privatbank nun gesprächsbereit gegenüber dem Großaktionär UniCredit.
Commerzbank Aktie (DE000CBK1001) profitiert
Die Börse honoriert die versöhnlicheren Töne aus der Frankfurter Zentrale: Am frühen Freitagnachmittag notiert die Commerzbank-Aktie (ISIN: DE000CBK1001) bei rund 37,80 Euro und verzeichnet damit ein Plus von über einem Prozent zum Vortag. Auch die Papiere der UniCredit (ISIN: IT0005239360) präsentieren sich in solider Verfassung und legen am Mittag um knapp über ein Prozent auf rund 82,20 Euro zu. Die Märkte scheinen einen geordneten Prozess einer feindlichen und blockierten Übernahmeschlacht vorzuziehen.
Orlopp fordert konstruktiven Weg nach vorn
Wie aus einem internen Interview hervorgeht, bereitet Vorstandschefin Bettina Orlopp ihre Bank auf schrittweise Gespräche in den kommenden Wochen und Monaten vor. Sie fordert einen „konstruktiven Dialog für einen wertschaffenden Weg nach vorn“, bei dem ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells erarbeitet und alle Stakeholder eingebunden werden sollen.
Trotz des Einlenkens gibt sich Orlopp kämpferisch. Sie betonte, dass man mit der „stärksten Commerzbank der Geschichte“ an den Verhandlungstisch trete. Zudem habe der Vorstand den breiten Rückhalt des Aufsichtsrats, der Arbeitnehmervertreter und der Bundesregierung. Orlopp stellte unmissverständlich klar: Selbst wenn die UniCredit auf der nächsten Hauptversammlung eine Mehrheit der Stimmrechte auf sich vereinen sollte, könnten die Italiener nicht im Alleingang über fundamentale Strukturmaßnahmen entscheiden.
UniCredit greift nach der Mehrheit
Die harte Faktenlage zwingt das Frankfurter Geldhaus förmlich an den Verhandlungstisch. Nach dem Abschluss eines freiwilligen Übernahmeangebots Anfang Juli hat die von Andrea Orcel geführte UniCredit ihren Anteil um weitere rund 17,6 Prozent auf nun 44,37 Prozent ausgebaut. Über zusätzliche Kaufoptionen haben die Italiener inzwischen Zugriff auf bis zu 47,59 Prozent der Papiere – und kratzen damit unmittelbar an der absoluten Mehrheit.
Die endgültige Kontrollübernahme hängt nun maßgeblich an der Europäischen Zentralbank (EZB). Aus dem Umfeld der UniCredit heißt es, man rechne mit der notwendigen aufsichtsrechtlichen Genehmigung bereits im vierten Quartal 2026. Bis dahin bleibt der Commerzbank-Spitze wenig Zeit, um in den nun angekündigten direkten Gesprächen die eigenen Bedingungen für die künftige Ausrichtung der Bank maßgeblich mitzugestalten.

Jahreschart Commerzbank Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com/
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.