Commerzbank-Übernahme: UniCredit sichert 37 Prozent

Das Commerzbank-Logo auf einem Schild vor einem modernen Bürogebäude.
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Der Übernahmekampf um die zweitgrößte deutsche Privatbank eskaliert. Die italienische Großbank UniCredit baut im Ringen um die Commerzbank massiven Druck auf und hat durch ihr laufendes Tauschangebot sowie bereits bestehende Bestände rechnerisch inzwischen über 37 Prozent der Anteile unter ihre Kontrolle gebracht. Was auf dem Papier wie ein rasanter Durchmarsch aus dem Süden wirkt, stößt in Frankfurt jedoch auf erbitterten Widerstand – und ruft nun sogar die Finanzaufsicht auf den Plan.

Commerzbank-Aktie trotzt dem Angebotspreis

Die Ausgangslage ist aus Anlegersicht hochgradig ungewöhnlich: UniCredit bietet für jedes Commerzbank-Papier 0,485 eigene Aktien. Auf Basis der aktuellen Notierungen liegt dieses Angebot jedoch spürbar unter dem tatsächlichen Wert, der derzeit am Markt für die Commerzbank aufgerufen wird.

Die Commerzbank-Aktie (ISIN: DE000CBK1001) zeigt sich von den Übernahmeversuchen weitgehend unbeeindruckt und notierte am heutigen Donnerstag gegen Mittag bei rund 36,45 Euro. Die Papiere der UniCredit (ISIN: IT0005239360) pendelten am Vormittag bei etwa 71,30 Euro. Ein Blick auf den Kurszettel macht deutlich, dass eine Andienung für unabhängige Aktionäre derzeit wirtschaftlich wenig lukrativ erscheint.

Schwere Vorwürfe: Die Abwehrschlacht der Commerzbank

Genau hier setzt das Management in Frankfurt an. Obwohl UniCredit jüngst vermeldete, dass ihr im Rahmen der Offerte bereits 10,91 Prozent der Papiere angedient wurden – was den Gesamteinfluss auf gut 37,68 Prozent hochschraubt –, sät die Commerzbank-Führung massive Zweifel an diesen Zahlen.

Aus internen Verwahrstellen-Daten der Commerzbank gehe hervor, dass bislang kein einziger unabhängiger institutioneller Investor seine Papiere angedient habe. Die Annahmequote bei den Privatanlegern liege zudem bei verschwindend geringen 0,05 Prozent. Das Frankfurter Institut zieht daraus einen brisanten Schluss: Die eingereichten Aktien stammten fast ausschließlich von Banken und Parteien, die der UniCredit ohnehin nahestehen. Die Commerzbank fordert daher maximale Transparenz und hat nach eigenen Angaben ihre Bedenken bereits bei der Finanzaufsicht BaFin hinterlegt.

UniCredit wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe

Die Italiener lassen die harten Anschuldigungen aus Deutschland nicht auf sich sitzen. Die Bank mit Sitz in Mailand wies die Vorwürfe umgehend und scharf zurück. Man bewege sich streng im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und stehe in einem transparenten Austausch mit den zuständigen Aufsichtsbehörden. Den Frankfurtern warf UniCredit im Gegenzug vor, unbegründete Behauptungen und Fehlinformationen zu streuen, um den laufenden Angebotsprozess künstlich zu torpedieren.

Fazit für Anleger: Spannung bis zur letzten Minute

Das bis zum 16. Juni 2026 laufende reguläre Angebot – mit der Option auf eine Verlängerung bis in den Juli – bleibt ein beispielloser Wirtschaftskrimi. Das Commerzbank-Management rät seinen Aktionären weiterhin dringend, das Übernahmeangebot abzulehnen, da es weder eine angemessene Prämie noch eine überzeugende Strategie für einen Zusammenschluss biete.

Angesichts der Diskrepanz zwischen dem aktuellen Börsenkurs der Commerzbank und dem rechnerischen Wert der UniCredit-Offerte gibt es für Anleger momentan ohnehin kaum rationale Gründe, voreilig zu handeln. Es bleibt abzuwarten, ob die Italiener ihr Angebot noch finanziell nachbessern müssen, um das Blatt endgültig zu wenden.

Jahreschart Commerzbank Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.