BMW Aktie: Es kann fast nur besser werden

BMW Aktie: Es kann fast nur besser werden
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Es scheint paradox: BMW hat in Q3 einen Gewinneinbruch verzeichnet und bereits im Vorfeld erneut die Prognose für das Gesamtjahr kassiert. Dennoch hat die Aktie des Autobauers zuletzt um mehrere Prozent zugelegt und wieder den Sprung über die Marke von 60 Euro geschafft (Stand: 5. November 2026, ca. 10.30 Uhr). Was sind die Gründe für diese erstaunliche Entwicklung?

Das China-Geschäft blieb auch im dritten Quartal problematisch für den Konzern – BMW hat hier fast 25 Prozent weniger Autos ausgeliefert. So war Q3 geprägt von sinkenden Umsätzen und Gewinnen. Allerdings hat die (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich schwächere) Marge im Autogeschäft die Erwartungen leicht übertroffen – und für die gekappte Prognose gibt es in erster Linie andere Gründe.

BMW mit frischen Q3-Zahlen – das Sparprogramm zieht an

Mit rund 30,45 Milliarden Euro hat das Unternehmen aus München etwa 6 Prozent weniger Umsatz erzielt als in Q3 von 2025. Der Nettogewinn brach sogar um knapp 15 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro ein. Darüber hinaus hat BMW die Prognose für die EBIT-Marge der Autosparte gesenkt: Statt 1 bis 3 Prozent rechnet der Konzern nun nur noch mit minus 0,5 bis plus 0,5 Prozent.

Die deutlich gekappte Prognose hängt allerdings auch mit der Umstrukturierung sowie dem erfolgreichen Abfindungsprogramm des Unternehmens zusammen. Der Stellenabbau läuft schneller als erwartet, sodass die Kosten dafür vor allem im 4. Quartal anfallen. Das Geschäftsjahr 2026 wird dadurch noch mehr als zuvor als Übergangsjahr von BMW gesehen. Die Hoffnung: Im kommenden Jahr 2027 will das Unternehmen verschlankt durchstarten. Im Hinblick auf die Kursentwicklung der letzten Tage halten Anleger das offenbar für möglich.

BMW Aktie: Hat das Papier nun das Tal überwunden?

Seit Jahresbeginn hat die Aktie von BMW etwa 34 Prozent eingebüßt – mit 53 Euro notierte das Papier im Oktober so tief wie zuletzt in der Corona-Krise. Anders ausgedrückt: Viele schlechte Nachrichten waren und sind bei BMW schon eingepreist, sodass die Prognose-Senkung im Prinzip keinen negativen Einfluss mehr auf die Kursentwicklung hatte.

Zumal die hohen Kosten des Sparprogramms ermöglichen, dass der Konzern im nächsten Jahr eine Art Neustart wagen kann. Für Anleger außerdem positiv: Im laufenden Jahr soll der freie Cashflow trotzdem weiterhin bei mehr als 2,5 Milliarden Euro landen. Die BMW Aktie bietet durchaus Chancen, wenn 2027 tatsächlich der Aufbruch gelingt.

Die Vorzeichen könnten schlechter sein, da die Modelle der „Neuen Klasse“ die Marge für E-Autos Schritt für Schritt verbessern sollen. Ob BMW wie geplant allerdings tatsächlich bis 2028 wieder eine Automarge von 3 bis 5 Prozent erreichen und diese langfristig wieder auf 8 bis 10 Prozent heben kann, steht momentan noch in den Sternen.

Jahreschart BMW Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com