Bayer: Ende beim Glyphosat-Poker in Sicht?
Die Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto im Jahr 2018 hat zur schwerwiegendsten Krise in der Geschichte des Bayer-Konzerns geführt: Zahlreiche Klagen rund um den Unkrautvernichter Roundup, tiefrote Zahlen und Kursverluste für Sie als Aktionär waren die Folge.
Raus aus den roten Zahlen!
Ein im August anstehender Gerichtstermin entscheidet über einen Vergleich in Höhe von bis zu 7,25 Milliarden Dollar. Mit der Einigung sollen über 60.000 Verfahren in den US-Bundesstaaten beendet werden. Ein positiver Entscheid könnte die Finanzkennzahlen weiter stabilisieren.
Die Vorkrisenwerte sind aber noch außer Reichweite. Die niedrige Dividendenrendite ist nach der desaströsen Vorgeschichte zunächst einmal verschmerzbar. Gewinne können somit die Kapitaldecke stärken oder in Investitionen fließen.

Bayer – Schätzungen und Kennzahlen | Quelle: Market Insight Terminal
Rücksetzer zur 20-Tagelinie!
Sie erkennen auf den ersten Blick, dass es aufwärts geht: +71 Prozent in den letzten zwölf Monaten zeigen, dass die Bullen an Bord sind. Zuletzt gab es einen Rücksetzer zum 20-Tage-Durchschnitt. Das Handelsvolumen mit den langen grünen Balken und kurzen roten Balken zeigt, dass Großinvestoren Vertrauen geschöpft haben. Für einen Long Trade könnten Sie nun Trigger und Stopp Loss knapp ober und unterhalb der letzten Tageskerze setzen.

Bayer-Aktie (DE000BAY0017) | Quelle: Market Insight Terminal
Fazit
Der Bayer-Konzern ist offenbar auf einem guten Weg, die Glyphosat-Krise hinter sich zu lassen. Die Aktie ist wieder ein Kandidat für die Long-Watchlist.