Bayer-Aktie: Neues Kurspotenzial durch BASF-IPO & Moody’s?

Auf dem Bild ist ein Gebäude mit einem großen, kreisförmigen Bayer-Logo auf dem Dach zu sehen.
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Es kommt derzeit mächtig Bewegung in den europäischen Agrar- und Chemiesektor. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Bayer-Aktie (ISIN: DE000BAY0017), die aktuell von zwei völlig unterschiedlichen Seiten ins Rampenlicht gerückt wird. Einerseits sorgt der geplante Teilbörsengang (IPO) der BASF-Agrarsparte für reichlich Neubewertungsfantasie.

Andererseits lieferte die Ratingagentur Moody’s zuletzt mit einem positiven Ausblick fundamentalen Rückenwind. Dennoch zeigt die tagesaktuelle Marktreaktion, dass der Weg aus dem Tal für den Leverkusener Traditionskonzern kein reiner Selbstläufer ist.

Milliarden-IPO bei BASF als Blaupause für Bayer?

Der Ludwigshafener Rivale BASF (ISIN: DE000BASF111) konkretisiert die Pläne für den Börsengang seines Agrargeschäfts, der voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 über die Bühne gehen soll. Aus Finanzkreisen sickern bemerkenswerte Zahlen durch: Die BASF-Sparte für Saatgut und Pflanzenschutz könnte mit 20 bis 30 Milliarden Euro bewertet werden. Zur Einordnung: Das entspräche am oberen Ende fast drei Vierteln der gesamten aktuellen BASF-Marktkapitalisierung, obwohl der Bereich nur rund ein Sechstel des Konzernumsatzes ausmacht.

Diese „Mega-Deal“-Spekulationen werfen unweigerlich ein neues Licht auf Bayer. Die hauseigene Agrarsparte Crop Science ist deutlich umsatzstärker als das Pendant der BASF. Die Bewertungsdebatte entbrennt nun aufs Neue: Wenn Investoren dem BASF-Agrargeschäft einen derart hohen Standalone-Wert beimessen, könnte der Gesamtkonzern Bayer an der Börse massiv unterbewertet sein. Viele Marktbeobachter sehen hierin eine immense Fantasie für die Bayer-Aktie, sollte der Konzern seinen tiefen Bewertungsabschlag (Konglomeratsabschlag) verringern können.

Moody’s hebt den Ausblick an: Juristischer Befreiungsschlag?

Zusätzlichen Auftrieb erhielt das Papier durch die renommierte Ratingagentur Moody’s. Diese hob den Ausblick für die Bayer-Bonität von „stabil“ auf „positiv“ an, während das eigentliche Rating bei „Baa2“ bestätigt wurde.

Hintergrund dieser erfreulichen Entwicklung sind handfeste Fortschritte bei den US-Rechtsstreitigkeiten rund um den Unkrautvernichter Glyphosat. Eine wegweisende Entscheidung des obersten US-Gerichts (Supreme Court) Ende Juni stärkt die Position von Bayer erheblich und schränkt den Kreis begründeter Klagen wegen angeblich unterlassener Warnhinweise auf den Etiketten massiv ein. Zudem lobten die Bonitätswächter von Moody’s eine frische Milliarden-Kapitalspritze des Investors Apollo für ein Pharma-Teilgeschäft, welche die Bilanz der Leverkusener zügig stärken dürfte.

Die aktuelle Marktlage: Fitch dämpft die Euphorie

Trotz dieser vielversprechenden Vorzeichen zeigt sich die Börse am heutigen Mittwoch wieder von ihrer volatilen Seite. Wer erwartet hatte, dass die Bayer-Aktie ungebremst nach oben durchstartet, wurde am frühen Mittwochnachmittag eines Besseren belehrt. Das Papier spürbar unter Abgabedruck und notierte zeitweise bei 47,93 Euro.

Verantwortlich für diesen plötzlichen Dämpfer ist eine frische Einschätzung der Ratingagentur Fitch. Im Gegensatz zu Moody’s bestätigte Fitch zwar heute ebenfalls das aktuelle „BBB“-Rating, beließ den Ausblick jedoch auf „negativ“. Die Analysten verweisen darauf, dass trotz der unbestreitbaren juristischen Erfolge weiterhin operative Unsicherheiten und ein hoher finanzieller Druck auf dem hochverschuldeten Konzern lasten.

Fazit für Anleger

Die Bayer-Aktie bleibt ein spannendes, aber nervenaufreibendes Investment. Die Bewertungsfantasie durch das geplante BASF-IPO zeigt eindrucksvoll auf, welcher fundamentale Wert im Agrargeschäft der Leverkusener schlummert. Die unterschiedlichen Einschätzungen der Ratingagenturen unterstreichen jedoch, dass die milliardenschweren Altlasten noch nicht vollständig aus den Bilanzen getilgt sind. Anleger sollten die anstehenden Halbjahreszahlen am 4. August genau im Blick behalten – bis dahin befindet sich der Konzern in der offiziellen „Quiet Period“ und hüllt sich weitgehend in Schweigen.

Jahreschart Bayer Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com/

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.