Bayer-Aktie: Milliarden-Hoffnung erhält Zulassung in China
Für den Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer beginnt die Handelswoche mit einem wegweisenden operativen Erfolg. Die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA hat dem neuartigen Gerinnungshemmer Asundexian die Marktzulassung erteilt. Damit gelingt Bayer weltweit der erste Markteintritt für ein Medikament aus der innovativen Wirkstoffklasse der sogenannten FXIa-Hemmer. Anleger reagieren erfreut auf die Nachricht und befördern das Papier im deutschen Leitindex DAX auf die vordersten Plätze.
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Bayer-Aktie im Aufwind: Kursgewinne im Xetra-Handel
Die positive Nachrichtenlage aus Fernost sorgte am deutschen Aktienmarkt umgehend für Kauflaune. Im Xetra-Handel kletterte die Bayer-Aktie (ISIN: DE000BAY0017) am späten Vormittag um rund drei Prozent nach oben und notierte bei 45,34 Euro. Zeitweise setzte sich der Titel damit an die Spitze des DAX.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Wertpapier durch erfreuliche Studiendaten zum Prostatakrebsmedikament Nubeqa (Wirkstoff Darolutamid), die ebenfalls am Montag kommuniziert wurden und die Stimmung unter den Marktteilnehmern weiter aufhellten.
Weltpremiere für Asundexian: Neues Zeitalter der Schlaganfallprävention
In China darf Bayer den Hoffnungsträger künftig unter dem Handelsnamen Sunharbo vertreiben. Zugelassen wurde das Medikament zur Sekundärprävention bei Patienten, die bereits einen nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder eine hochriskante transitorische ischämische Attacke (oft als „Minischlaganfall“ bezeichnet) erlitten haben. In der Volksrepublik stellt der ischämische Schlaganfall die häufigste Ursache für Todesfälle und langfristige Invalidität dar, weshalb die Behörden den Antrag im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens prüften.
Die Freigabe stützt sich auf die überzeugenden Daten der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE. Diese belegen einen entscheidenden medizinischen Fortschritt:
- Signifikante Risikoreduktion: In Kombination mit einer Standard-Thrombozytenaggregationshemmung senkt Asundexian das Risiko eines erneuten ischämischen Schlaganfalls um 26 Prozent im Vergleich zu einem Placebo.
- Verbessertes Sicherheitsprofil: Durch die gezielte Hemmung des Proteins Faktor XIa (FXIa) in der Blutgerinnungskaskade wird die Bildung krankhafter Blutgerinnsel unterbunden, ohne das Risiko für schwere Blutungen gegenüber einem Placebo zu erhöhen.
Christian Rommel, Leiter der Forschung und Entwicklung bei der Pharmasparte von Bayer, bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Meilenstein in einem Therapiegebiet, das in den vergangenen zwei Jahrzehnten nur wenige medizinische Neuerungen verzeichnen konnte.
Milliardenpotenzial für Bayer nach früheren Rückschlägen
Für die langfristige Strategie der Bayer AG hat die Zulassung eine enorme Bedeutung. Der Konzern steht vor der Herausforderung, schrumpfende Erlöse seiner bisherigen Verkaufsschlager – wie etwa des Blutverdünners Xarelto oder des Augenmedikaments Eylea – infolge auslaufender Patente und wachsender Generika-Konkurrenz zu kompensieren.
Dabei galt die Entwicklung von Asundexian zwischenzeitlich als Sorgenkind: Ende 2023 musste Bayer noch eine wichtige Phase-III-Studie bei Patienten mit Vorhofflimmern aufgrund unzureichender Wirksamkeit vorzeitig abbrechen. Die anschließenden Erfolge in der Schlaganfallprävention brachten jedoch die Wende. Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley trauen Asundexian inzwischen ein weltweites Spitzenumsatzpotenzial von bis zu 4 Milliarden Euro jährlich zu. Neben dem nun erschlossenen chinesischen Markt laufen derzeit weitere Zulassungsverfahren in den wichtigen Kernmärkten USA, Europa und Japan.

Jahreschart Bayer Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.