BASF Aktie: Zwischen Kurszielen, IPO und Ölpreis

BASF-Werk in Ludwigshafen
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Mit 54 Euro notierte die BASF Aktie vergangene Woche so hoch wie seit Mai nicht mehr. Seitdem hat das Papier unter anderem durch den stark anziehenden Ölpreis sowie den schwachen Gesamtmarkt etwa 5 Prozent eingebüßt und notiert derzeit bei rund 51,50 Euro (Stand: 15. September 2026, ca. 11 Uhr).

Zwar wurde das Papier zuletzt beispielsweise von dem für 2027 geplanten und milliardenschweren Teilbörsengang der Agrarsparte sowie vom laufenden Aktienrückkaufprogramm gestützt. JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi hat allerdings auch in diesem Umfeld seine pessimistische Einstufung für die BASF Aktie („Underweight“) bestätigt. Was sind seine Argumente und wie blicken andere Analysten auf das Papier?

Bei BASF sind sich die Analysten nicht einig

Laut Udeshi von JPMorgan sind europäische, aber global agierende Konzerne wie BASF mit starkem Engagement auch in China perspektivisch im Nachteil. Es würden vermehrt protektionistische Signale für die europäische Chemiebranche ausgesendet, um die Wettbewerbsnachteile auszugleichen. Andere Unternehmen wie beispielsweise Lanxess seien laut der Analyse deutlich weniger in China vertreten.

Die Konsequenz daraus: JPMorgan stuft die BASF Aktie weiterhin auf „Underweight“ ein. Doch die Analysten sind sich hier alles andere als einig. Viele, wie etwa die Berenberg Bank, blicken neutral auf das Papier von BASF (das Kursziel wurde von 47 auf 50 Euro angehoben). Noch positiver: Unter anderem die Deutsche Bank bestätigte vor einigen Wochen die Einstufung „Buy“ sowie das Kursziel von 60 Euro.

BASF Aktie: Hier ist vieles möglich

Wie es für die BASF Aktie im laufenden Jahr weitergeht, ist derzeit unklar. Neben wenig planbaren Aspekten wie der konjunkturellen Entwicklung und den Rohstoffpreisen sollten Anleger vor allem die Entwicklung des freien Cashflow sowie Details zum geplanten Agrar-IPO im Blick behalten. Bleiben Öl- und Energiepreise hoch, erhöht das den Kostendruck und kann die Margenerholung erschweren.

Erreicht die Agrarsparte beim Börsengang eine hohe Bewertung (zuletzt wurden nach Recherchen des Handelsblatts 20 bis 30 Milliarden Euro geschätzt), kann das direkte Auswirkungen auch auf die BASF Aktie haben. Ein starker freier Cashflow hingegen würde BASF nachhaltig als Dividendenaktie stärken – in beiden Fällen sind allerdings auch Enttäuschungen denkbar.

Jahreschart BASF Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com