Michael Vaupel ist einer der führenden Rohstoff- und Derivate-Experten. Bereits während seiner Studienzeit hat er als Finanzjournalist und Analyst gearbeitet.
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Rohstoffe
vom
Biodiesel-Produktion der nächsten Generation.
Habe mir gerade einige Plantagen angesehen, auf denen der notwendige Rohstoff angebaut wird. (Bei "Waschküchenwetter" und 35 Grad Celsius.)
Und zwar: „Jatropha curcas".
Zu Deutsch: Purgier- oder Brech-Nuss.
(Letzteres wohl deswegen, weil die Pflanze für den Menschen ungenießbar ist.)
Gefällt mir außerordentlich, diese Pflanze! Sie wächst unter kärgsten Bedingungen. In Thailand sogar am Strand. Sie braucht nicht viel Nährstoffe - dafür viel Sonne. Wenn Sie in Wüstengegenden angebaut wird, reicht ihr als Wasserversorgung Abwasser.
Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Biodiesel aus Palmöl! Denn diese Palmen nutzen fruchtbares Land, für welches im schlimmsten Fall tropische Regenwälder abgeholzt wurden.
Die Jatropha-Pflanzen können deshalb auf Land angebaut werden, welches kaum in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht. Sie können Erosion vorbeugen. Sie können sogar die Ausweitung von Wüsten verhindern.
Und - ganz nebenbei sozusagen - Biodiesel produzieren. Denn die Nüsse lassen sich pressen, daraus lässt sich 1a Öl erzielen. Schon zwei Jahre nach dem Pflanzen von Setzlingen kann geerntet werden, mehrmals im Jahr. Nach ca. 5 Jahren geht es richtig los, die Erntemengen erreichen ihr Maximum, und bis zu 45 weiteren Jahren geht das dann so weiter. Ein Hektar mit Jatropha-Pflanzen erbringt in Ostasien an die 1,5 Tonnen Biodiesel.
Haben wir hier die Eier legende Wollmilchsau?
Ich finde, das ist eine feine Sache! Wenn es mein neuer Dienst „LOHAS Investor" (Geldanlage unter Berücksichtung von Nachhaltigkeitsgedanken und Ökologie) durch die Test-Phase schafft, dann werde ich da sicherlich entsprechende Anlagemöglichkeiten profitieren.
Und gerade lasse ich meine Gedanken spielen. Ihren besonderen Reiz spielt die Jatropha Pflanze aus, wenn sie wirklich auf kargem Boden, ja fast schon Wüsten angepflanzt wird. Da stiehlt sie keinem Nahrungsmittelanbau die Show. Da kann sie Ausbreitung von Ödland entgegenwirken. Da ist das Land billig, Bauern wären über Zusatzeinkommen glücklich.
Was also, wenn man einige Jatropha-Plantagen in trockenen, relativ unfruchtbaren Gebieten Afrikas anlegen würde? Und den Biodiesel dann exportieren. Mir fallen da spontan Malawi oder Namibia ein.
Jemand in der Gemeinde, der entweder vor Ort ist oder Botaniker mit entsprechendem Wissen - konkret bezogen auf die möglichen Anbaugebiete Malawi oder Namibia - oder potenzielle(r) Teilhaber(in) an so einem Projekt?
(Dann wie üblich Email an info@investor-verlag.de, im Betreff am besten meinen Namen nennen, dann erhalte ich diese Nachricht.
Wie gesagt, gerade eine Gedankenspielerei - würde mich freuen, wenn ich Rückmeldungen erhalten würde!
Mit herzlichem Gruß,
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
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