Uran: BHP erzeugt Sorgenfalten bei den Anlegern
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 9. Oktober 2009, 17:00 Uhr
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Mitte dieser Woche fuhr ein größerer Schock den Anlegern am Rohstoffmarkt durch die Glieder: BHP Billiton teilte in einer äußerst knapp gehaltenen Veröffentlichung mit, dass es einen Unfall in der Mine Olympic Dam gegeben habe und deren Hauptschacht daher bis auf weiteres stillgelegt sei.
Unglück legt Haupt-Förderanlage lahm
Wenig war anfangs herauszubekommen. Verletzte habe es keine gegeben, die 3.000 Arbeiter seien wohlauf. Inzwischen wurde bekannt, dass es wohl einen Zwischenfall bei der Förderanlage gegeben hat, die vollautomatisch das Erz ans Tageslicht bringt. BHP hält sich immer noch bedeckt, wenn es um die Einzelheiten geht. Doch es sickert durch, dass wohl ein Förderkorb im 500 Meter tiefen Schacht abgestürzt ist und dabei die Transportanlage schwer beschädigt hat. Derzeit wird der Schaden untersucht, Ergebnisse sollen in zwei Wochen veröffentlicht werden. BHP rechnet nach ersten Angaben damit, dass die Förderung durch diesen Schacht voraussichtlich mindestens drei bis sechs Monate nicht möglich sein wird.
Erinnerung an Cigar Lake erschüttert den Markt
Sie fragen sich, warum das solch ein Schock für den Markt ist? Es erinnerte die Anleger an den verhängnisvollen Unfall, der vor einigen Jahren die kurz vor Produktionsstart stehende Mine Cigar Lake vom Uranproduzenten Cameco lahm gelegt hat. Durch einen Wassereinbruch wurde sie überschwemmt, eine Produktion rückte in weite Ferne, dem Uranmarkt fehlte fest eingeplantes neues Angebot. In der Folge dieses Unfalls sahen wir die größte Hausse, die es jemals bei den Uranaktien gab. Der Kurs von Cameco jedoch hat sich bis heute noch nicht vollständig von dem Ereignis erholt.