Ölpreis Brent fällt nach 90-Dollar-Hoch im Iran-Konflikt

Umgekippte Ölfass mit Öl und fallendem Diagramm auf Lache.
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Die Rohölpreise bleiben im Bann der Geopolitik. Der andauernde Konflikt zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle der strategisch immens wichtigen Straße von Hormus sorgt weiterhin für hohe Nervosität an den Energiemärkten. Nachdem die Furcht vor einer weitreichenden Eskalation und potenziellen Lieferengpässen die Nordseesorte Brent zuletzt auf ein neues Zwei-Monats-Hoch von über 90 US-Dollar pro Barrel getrieben hatte, zeigt sich zum Start in die neue Handelswoche eine leichte Konsolidierung.

Geopolitische Risikoprämie prägt den Ölpreis Brent

Die Straße von Hormus gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre für den globalen Ölhandel. Die fortlaufenden militärischen Drohgebärden und die konkrete Gefahr von Blockaden haben eine deutliche Risikoprämie in die Ölkurse eingepreist. Anleger fürchten, dass ein Ausfall dieser Route die weltweiten Lieferketten massiv stören könnte. Obwohl alternative Pipelines laut Marktexperten derzeit unter Volllast laufen, reichte die bloße Unsicherheit aus, um den Preis für Brent-Öl in den vergangenen Tagen zeitweise über die psychologisch und charttechnisch wichtige 90-Dollar-Marke schießen zu lassen.

Aktuelle Kurse: Rohöl korrigiert am späten Nachmittag

Trotz der weiterhin angespannten Nachrichtenlage kam es am heutigen Montag zu Gewinnmitnahmen. Am späten Nachmittag notierte der Preis für ein Fass (159 Liter) der Sorte Brent (ISIN: XC0009677409) bei 88,05 US-Dollar. Auch die US-Leichtölsorte WTI verzeichnete einen Rücksetzer und pendelte sich bei rund 81,89 US-Dollar ein.

Internationale Finanzquellen wie Bloomberg und Reuters bestätigen diese Tendenz: Der Markt hat den ersten Schock der jüngsten Eskalationsstufe verdaut, und Händler wägen nun die tatsächlichen fundamentalen Auswirkungen ab. Die Preisentwicklung zieht sich somit exakt auf das Niveau vor dem Wochenende zurück. Marktanalysten sehen nun eine wichtige charttechnische Unterstützung im Bereich von 86 bis 87 US-Dollar.

Ausblick für Anleger: Wie geht es am Ölmarkt weiter?

Für Investoren bleibt das Umfeld äußerst volatil. Solange der US-Iran-Konflikt nicht diplomatisch entschärft wird, dürfte die Gefahr plötzlicher Preissprünge bestehen bleiben. Jeder neue militärische Vorfall, Berichte über beschlagnahmte Tanker oder eine Verschärfung von Sanktionen könnten den Brent-Ölpreis umgehend wieder in Richtung der 90-Dollar-Marke oder darüber hinaus befördern. Anleger sollten den Rohstoffmarkt daher weiterhin engmaschig beobachten und sich auch in den kommenden Tagen auf starke Kursschwankungen einstellen.