Ölpreis-Beben: Brent unter 90 Dollar trotz US-Sanktionen

Schwarze Ölfässer, roter sinkender Graph auf dunklem Hintergrund.
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Der Ölmarkt zeigt sich in diesen Tagen von einer paradoxen Seite: Obwohl die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten nach den jüngsten Ankündigungen aus Washington eigentlich eskalieren müssten, geben die Rohölnotierungen auf breiter Front nach. Die Nordseesorte Brent ist dabei am heutigen Dienstag zeitweise deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 90 US-Dollar gerutscht.

US-Sanktionen verfehlen Schockwirkung am Ölmarkt

US-Finanzminister Scott Bessent hat in Washington die sogenannte „Operation Economic Outcast“ vorgestellt – eine massive Ausweitung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die von ihm als ökonomischer „D-Day“ bezeichnet wurde. Im Fadenkreuz stehen vor allem die illegalen Finanznetzwerke und die iranische Schattenflotte, mit der das Land sein Öl exportiert. Auch Handelspartner wie China wurden vor Sekundärsanktionen gewarnt, sollten sie weiterhin iranisches Öl abnehmen.

Trotz dieser scharfen Rhetorik blieben Panikkäufe am Rohstoffmarkt aus. Händler und Analysten begründen den überraschenden Preisrückgang mit einer gewissen Erleichterung: Die Ausrufung reiner Wirtschaftssanktionen inklusive Übergangsfristen für Handelspartner signalisiert, dass ein direkter und unmittelbarer Militärschlag der USA, der die für den weltweiten Ölhandel kritische Straße von Hormus blockieren könnte, vorerst vom Tisch scheint.

Aktuelle Kursentwicklung beim Brent-Ölpreis (ISIN: XC0009677409)

Die anhaltende Entspannung spiegelt sich deutlich in den aktuellen Kursdaten wider. Bereits am frühen Morgen verzeichnete die Referenzsorte Brent einen erheblichen Rücksetzer um mehr als drei Prozent auf 89,18 US-Dollar. Auch im weiteren Tagesverlauf hielt die Schwäche an: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte notierte am Vormittag bei 90,19 US-Dollar. Für die US-Sorte WTI ging es ebenfalls nach unten, hier lagen die Notierungen am Morgen bei etwa 84,60 US-Dollar.

Wie geht es für Rohöl-Anleger weiter?

Der Markt hat die jüngsten Drohkulissen offenbar als weniger bedrohlich für das physische Ölangebot eingepreist. Dennoch bleibt die Lage für Anleger fragil. Die iranische Führung hat bereits mit harschen Konsequenzen für die Ölinfrastruktur am Persischen Golf gedroht, sollte der Export des Landes vollständig lahmgelegt werden. Berichte über erste Angriffe auf Öltanker vor der Küste des Omans zeigen, dass das Konfliktpotenzial keineswegs gebannt ist.

Solange jedoch keine konkreten physischen Ausfälle auf dem Weltmarkt spürbar werden, dürfte der Brent-Ölpreis von makroökonomischen Sorgen, wie etwa der verhaltenen Nachfrage aus Asien, und dem beruhigenden Ausbleiben einer US-Militärkampagne in Schach gehalten werden.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.