KI-Stromhunger treibt NextEra Energy: Starke Q3-Zahlen
Der rasante Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz verändert die Energielandschaft in den Vereinigten Staaten grundlegend. Als einer der größten Profiteure dieser strukturellen Entwicklung erweist sich zunehmend NextEra Energy (ISIN: US65339F1012).
Der weltgrößte börsennotierte Erneuerbare-Energien- und Versorgerkonzern hat seine Bücher für das dritte Quartal 2026 geöffnet und die Gewinnerwartungen der Wall Street übertroffen. Angetrieben von einer historisch hohen industriellen Stromnachfrage bestätigt das Management zudem seine langfristigen Wachstums- und Ausschüttungsziele.
NextEra Energy übertrifft im dritten Quartal die Gewinnprognosen
Im abgelaufenen dritten Quartal 2026 steigerte NextEra Energy den bereinigten Gewinn je Aktie (Adjusted EPS) im Jahresvergleich um 9,7 Prozent von 1,13 US-Dollar auf 1,24 US-Dollar. Damit schlug der Konzern den Analystenkonsens, der im Vorfeld bei etwa 1,18 bis 1,20 US-Dollar je Anteilsschein gelegen hatte. Auf bereinigter Basis kletterte der Nettogewinn auf 2,592 Milliarden US-Dollar, nach 2,348 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Nach regulären Rechnungslegungsstandards (GAAP) wies das Unternehmen dank positiver Bewertungseffekte sogar einen Nettogewinn von 4,775 Milliarden US-Dollar (2,28 US-Dollar je Aktie) aus.
Ein gemischtes Bild zeigte sich hingegen auf der Einnahmenseite: Der Quartalsumsatz belief sich auf 8,09 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die Markterwartungen von rund 8,87 Milliarden US-Dollar. Marktbeobachter führen die verhaltene Reaktion der Börse unmittelbar nach der Zahlenvorlage vor allem auf diese Umsatzdelle zurück. Während das Papier an der Heimatbörse NYSE am Mittwochabend mit einem leichten Abschlag von 0,74 Prozent bei 78,28 US-Dollar aus dem Handel ging, zeigte sich die NextEra Energy-Aktie im deutschen Handel auf Tradegate am späten Donnerstagvormittag freundlich und notierte mit einem Plus von 0,63 Prozent bei 70,09 Euro.
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KI-Rechenzentren als Wachstumsmotor für NextEra Energy
Das operative Herzstück des Erfolgs bleibt die ungebrochene Nachfrage nach verlässlicher und sauberer Energie durch große Technologiekonzerne. Die Entwicklungssparte NextEra Energy Resources (NEER) steigerte ihren bereinigten Gewinn im Jahresvergleich um rund 13 Prozent auf 1,247 Milliarden US-Dollar. Allein im dritten Quartal sicherte sich die Sparte neue Projekte für erneuerbare Energien und Batteriespeicher mit einer Kapazität von 3,7 Gigawatt. Damit wuchs der gesamte Auftragsbestand auf beachtliche 36,7 Gigawatt an.
Konzernchef John Ketchum betonte im Rahmen der Quartalspräsentation die Fortschritte bei Großkunden und verwies auf eine rund 20 Milliarden US-Dollar schwere Projektpipeline im Bereich der Rechenzentren. In Bundesstaaten wie Texas und Pennsylvania wurden bereits feste Vereinbarungen für Großprojekte im Umfang von rund 16,5 Gigawatt unterzeichnet, die ab 2028 schrittweise ans Netz gehen sollen. Zudem treibt NextEra Energy die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Duane Arnold in Iowa voran. Unterstützt durch eine Kreditvereinbarung mit dem US-Energieministerium über bis zu 1,9 Milliarden US-Dollar sowie eine strategische Kooperation mit Google soll der Reaktor spätestens im ersten Quartal 2029 wieder emissionsfreien Grundlaststrom liefern.
Auch das klassische, regulierte Versorgungsgeschäft in Florida erwies sich als verlässliche Stütze. Die Tochtergesellschaft Florida Power & Light (FPL) steigerte ihren Nettogewinn um 10,7 Prozent auf 1,62 Milliarden US-Dollar (0,77 US-Dollar je Aktie), getragen von kontinuierlichen Netzinvestitionen und einem anhaltenden Kundenwachstum.
Ausblick, Dividendenziele und Dominion-Übernahme im Fokus
Für Anleger besonders erfreulich ist die Planungssicherheit, die der US-Versorger bietet. Der Finanzvorstand bestätigte die Gewinnprognose für das laufende Gesamtjahr 2026 in der Spanne von 3,92 bis 4,02 US-Dollar je Aktie und stellte in Aussicht, das obere Ende dieser Bandbreite erreichen zu wollen. Langfristig peilt NextEra Energy bis in die 2030er-Jahre hinein ein jährliches Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie von mindestens 8 Prozent an.
Auch Einkommensinvestoren kommen auf ihre Kosten: Für das Jahr 2026 wird weiterhin ein Dividendenwachstum von rund 10 Prozent (auf Basis von 2024) angestrebt. Für den anschließenden Zeitraum von Ende 2026 bis 2028 stellt der Konzern jährliche Dividendenerhöhungen von 6 Prozent in Aussicht. Parallel dazu treibt das Management die geplante milliardenschwere Übernahme von Dominion Energy (ISIN: US25746U1097) voran. Nachdem die Aktionäre im September zugestimmt haben, erwartet das Unternehmen den endgültigen Abschluss der Transaktion – vorbehaltlich der laufenden behördlichen Genehmigungen – für die zweite Jahreshälfte 2027.

Jahreschart NexEra Energy Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.