Gold unter Druck – doch China greift weiter zu

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Sie schauen auf den Goldpreis und fragen sich vielleicht: War die große Rally am Ende doch nur eine Blase? Seit dem Hoch ist Gold deutlich gefallen. Viele Anleger sind verunsichert, manche sprechen bereits von einem Crash.

Doch ganz so dramatisch ist die Lage nicht. Der Rückgang sieht bislang eher nach einer notwendigen Bereinigung aus. In den Monaten zuvor waren sehr viele Spekulanten auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Solche Übertreibungen enden fast immer mit einer scharfen Korrektur.

Die Zinsen bremsen Gold

Der wichtigste Gegenwind kommt derzeit aus den USA. Die Inflation ist hartnäckig, der Arbeitsmarkt bleibt robust und deshalb könnte die amerikanische Notenbank die Zinsen länger hoch halten oder sogar noch einmal anheben.

Das ist für Gold zunächst ungünstig. Gold zahlt keine Zinsen. Wenn Anleger mit Staatsanleihen wieder ordentliche Erträge erzielen können, wirkt das Edelmetall kurzfristig weniger attraktiv.

Deshalb steht der Goldpreis unter Druck. Doch die wichtige Frage lautet nicht, ob Gold gerade korrigiert, sondern ob die großen langfristigen Käufer verschwinden. Dafür gibt es bislang keine Anzeichen.

China kauft offenbar viel mehr

Besonders auffällig ist China. Allein in einem Monat sollen chinesische Käufer rund 48 Tonnen Gold aufgenommen haben. Dabei dürfte die tatsächliche Nachfrage noch deutlich höher liegen als die offiziell gemeldeten Zahlen.

China veröffentlicht seine Goldkäufe nur teilweise. Ein erheblicher Teil kann über staatliche Banken, Fonds oder andere Einrichtungen abgewickelt werden, ohne sofort in den offiziellen Reserven aufzutauchen.

Die Strategie dahinter ist klar: Peking will seine Abhängigkeit vom US-Dollar verringern. Gold kann nicht von einer ausländischen Regierung eingefroren werden und ist nicht von der Zahlungsfähigkeit eines anderen Staates abhängig.

Auch andere Zentralbanken verfolgen diesen Weg. Sie kaufen Gold als Schutz vor Währungskrisen, Sanktionen und politischen Konflikten. Damit hat sich der Goldmarkt grundlegend verändert.

Was bedeutet das für Sie?

Kurzfristig kann Gold weiter schwanken oder sogar noch einmal nachgeben. Das ist unangenehm, aber nach dem vorherigen starken Anstieg nicht ungewöhnlich.

Mein Rat als Experte: Verkaufen Sie hochwertiges Gold nicht aus Angst in eine laufende Korrektur hinein. Bleiben Sie geduldig und erwägen Sie neue Käufe auf den gegenwärtig günstigen Niveaus.

Bauen Sie größere Positionen schrittweise auf, statt alles auf einmal zu kaufen. Solange China und andere Zentralbanken konsequent zugreifen, bleibt die langfristige Grundlage stabil. Die dazu passende konkrete Strategie für Gold, Minenaktien und den richtigen Einstiegszeitpunkt finden Sie wie gewohnt in meinen Börsendiensten.