Siemens Energy: UBS sieht Kaufchance nach KI-Rücksetzer

Hände halten ein Smartphone mit Siemens Energy Logo vor unscharfem Hintergrund.
Rafael Henrique / stock.adobe.com
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Die Aktie von Siemens Energy (ISIN: DE000ENER6Y0) hat bewegte Handelstage hinter sich. Nachdem die Papiere des Münchner Energietechnikkonzerns vor dem Wochenende im Sog eines weltweiten Abverkaufs bei Technologiewerten deutlich unter Druck geraten waren, zeigt sich zum Wochenauftakt eine spürbare Stabilisierung.

Am Vormittag notiert der DAX-Titel im Bereich von etwa 128 Euro und verzeichnet damit ein Kursplus von bis zu 1,6 Prozent. Rückendeckung erhält das Papier vor allem von Analystenseite: Marktexperten stufen den jüngsten Rücksetzer als markttechnische Überreaktion ein und verweisen auf die unverändert starken Fundamentaldaten im Kerngeschäft.

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Warum die Siemens Energy Aktie unter Druck geriet

Auslöser für den Kursrutsch am vergangenen Freitag, bei dem die Siemens Energy Aktie fast sieben Prozent an Wert einbüßte und bei 126,92 Euro aus dem Handel ging, war kein unternehmensspezifisches Ereignis. Vielmehr geriet der Titel in den Abwärtssog prominenter US-Technologiekonzerne wie Amazon und Intel.

Deren verhaltene Ausblicke in Kombination mit angekündigten Milliardeninvestitionen weckten an den globalen Finanzmärkten Zweifel daran, wie schnell sich die immensen Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) amortisieren und wie die gigantischen Rechenzentrumsprojekte langfristig finanziert werden sollen.

Da Siemens Energy als zentraler Infrastrukturlieferant für die energiehungrigen KI-Rechenzentren gilt, nahmen Anleger nach der vorangegangenen Kursrally Gewinne mit. Vom bisherigen 52-Wochen-Hoch bei 191,66 Euro ist der Börsenwert inzwischen um rund ein Drittel zurückgekommen. Zusätzliche Belastungsfaktoren für den gesamten europäischen Investitionsgütersektor waren zuletzt schwankende Ölpreise sowie anhaltende Diskussionen über das künftige Zinsniveau.

UBS zählt Siemens Energy zu den Favoriten bei der Elektrifizierung

Trotz der jüngsten Verunsicherung im Technologiesektor sehen die Analysten der Schweizer Großbank UBS die fundamentale Wachstumsstory des DAX-Konzerns vollkommen intakt. Nach den jüngsten Kursverlusten im Sektor – europäische Investitionsgüterwerte büßten seit Anfang Oktober zwischen 7 und 24 Prozent ein – zählt die UBS die Siemens Energy Aktie nun zu ihren fünf bevorzugten europäischen Werten im Bereich der Elektrifizierung.

Die Experten begründen ihren Optimismus mit dem strukturellen Nachfrageboom bei Gasturbinen und dem dringend notwendigen globalen Ausbau der Stromnetze. Unabhängig von kurzfristigen Stimmungsschwankungen bei KI-Softwareunternehmen benötigen neue Rechenzentren, die fortschreitende Elektrifizierung der Industrie sowie die Integration erneuerbarer Energien eine verlässliche Grundlast und leistungsfähige Übertragungswege.

Pralle Auftragsbücher stützen Gasturbinen und Netztechnik

Dass dieser Bedarf real ist, spiegelt sich bereits deutlich in den operativen Kennzahlen wider. Der Konzern verfügt über einen Rekord-Auftragsbestand von rund 162 Milliarden Euro. Insbesondere in den Sparten Gas Services und Grid Technologies sorgen Großaufträge für eine hohe Auslastung und Planungssicherheit, die bis weit in das Jahr 2027 und darüber hinaus reicht.

Auch andere Analysehäuser wie die Bank of America und JPMorgan verwiesen zuletzt auf die starke Margendynamik im Gasgeschäft sowie das attraktive Service- und Wartungsgeschäft, das durch weltweit über 7.000 installierte Gasturbinen kontinuierliche Erlöse sichert. Zudem stützt das laufende Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens den Kurs nach unten ab.

Blick auf den 11. November: Jahreszahlen und Ziele bis 2030

Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf den kommenden Mittwoch, den 11. November 2026. An diesem Tag legt Siemens Energy die detaillierten Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 vor. Das Management hatte bereits im Vorfeld ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent sowie eine Profitabilität am oberen Ende der Prognosespanne in Aussicht gestellt.

Mindestens ebenso entscheidend für die weitere Kursentwicklung der Siemens Energy Aktie dürfte der strategische Ausblick sein. Neben der Prognose für das neue Geschäftsjahr 2027 plant die Konzernführung, aktualisierte Mittelfristziele bis zum Jahr 2030 sowie einen neuen Rahmen für die künftige Kapitalallokation zu präsentieren.

Zudem erwarten Marktteilnehmer weitere Details zur operativen Stabilisierung der Windkrafttochter Siemens Gamesa, die im dritten Geschäftsquartal erstmals seit Jahren wieder die operative Gewinnzone erreicht hatte. Gelingt es dem Vorstand, die Nachhaltigkeit des Margenaufschwungs zu untermauern, könnte die jüngste Korrektur an der Börse tatsächlich als das Fundament für eine erneute Aufwärtsbewegung dienen.

Jahreschart Siemens Energy Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.