Nordex-Aktie: Gewinnsprung und höhere Jahresprognose
Der Hamburger Windkraftanlagenbauer Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554) hat die Marktteilnehmer mit vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal 2026 positiv überrascht und seine Profitabilitätsziele für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach oben geschraubt.
An der Börse sorgt das Zahlenwerk für kräftigen Rückenwind: Am Freitagvormittag verzeichnet das im MDAX und TecDAX gelistete Papier im Xetra-Handel einen Kurssprung von rund 13 Prozent auf 39,38 Euro (nach einem Vortagesschlusskurs von 34,86 Euro).
Nordex schraubt Margenziel für 2026 kräftig nach oben
Haupttreiber für die Neubewertung der Aktie ist der merklich optimistischere Ausblick des Vorstands. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management nun mit einer operativen Ergebnismarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) in einer Spanne von 11,5 bis 12,5 Prozent. Zuvor hatte Nordex lediglich einen Zielkorridor von 8,0 bis 11,0 Prozent in Aussicht gestellt.
Die übrigen Parameter der Jahresprognose bleiben hingegen unangetastet. Der Konzern kalkuliert weiterhin mit einem Jahresumsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro, einer Working-Capital-Quote von unter minus 9 Prozent sowie Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen Euro.
Starkes drittes Quartal: Nordex verdoppelt operatives Ergebnis
Grundlage für die Prognoseanhebung ist eine außergewöhnlich dynamische Geschäftsentwicklung zwischen Juli und September. Nach vorläufigen, ungeprüften Berechnungen kletterte der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um rund 28 Prozent von 1,71 Milliarden Euro auf etwa 2,19 Milliarden Euro.
Noch deutlicher fiel die Steigerung beim operativen Gewinn aus: Das vorläufige EBITDA verdoppelte sich im dritten Quartal beinahe von 136 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf rund 278 Millionen Euro. Damit übertraf der Windturbinenhersteller den Marktkonsens der Analysten um rund 15 Prozent. Die entsprechende EBITDA-Marge machte im Berichtsquartal einen Sprung auf 12,7 Prozent, nachdem sie im Vorjahresquartal noch bei 8,0 Prozent gelegen hatte.
Nach Unternehmensangaben resultiert diese Entwicklung vor allem aus höheren Margen im lukrativen Servicegeschäft sowie einer konsequenten und reibungslosen Projektabwicklung. Hinzu kommt ein positiver Sondereffekt in der Risikobewertung: Bestimmte Projektrisiken, die der Konzern in seiner bisherigen Kalkulation vorsorglich berücksichtigt hatte, traten nicht im befürchteten Umfang ein.
Freier Cashflow und Auftragseingang stützen Nordex-Bilanz
Auch auf der Finanzierungsseite zeigt sich eine deutliche Kräftigung der Bilanzstruktur. Der freie Cashflow (Free Cashflow) erreichte im dritten Quartal 379 Millionen Euro, was einem massiven Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert von 149 Millionen Euro entspricht. Die liquiden Mittel des Konzerns summierten sich zum Quartalsende vorläufig auf rund 2,33 Milliarden Euro (Ende 2025: 1,93 Milliarden Euro). Für das laufende vierte Quartal stellt das Management erneut einen positiven freien Cashflow in Aussicht, gestützt durch eine fortgesetzte Verbesserung beim Working Capital und eine anhaltend hohe Auftragsdynamik.
Erst zu Wochenbeginn hatte Nordex gemeldet, dass der Auftragseingang im dritten Quartal um knapp 30 Prozent auf 2,81 Gigawatt (Vorjahr: 2,17 Gigawatt) gestiegen ist. Getragen wurde die Nachfrage insbesondere durch Großaufträge aus der Türkei, einem starken Heimatmarkt in Deutschland sowie einer anhaltenden Erholung auf dem US-amerikanischen Markt.
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Analysten reagieren positiv auf Nordex-Zahlen
In ersten Reaktionen zeigten sich Branchenexperten beeindruckt von der operativen Umsetzung. Das Analysehaus Jefferies hob infolge der Eckdaten seine Gewinnschätzungen für die Jahre 2026 und 2027 an und schraubte das Kursziel für die Nordex-Aktie von 60 auf 63 Euro nach oben, wobei die Einstufung auf „Buy“ belassen wurde. Laut Analyst Constantin Hesse habe das operative Ergebnis im abgelaufenen Quartal selbst die optimistischsten Marktschätzungen übertroffen.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 5. November 2026. An diesem Tag wird Nordex den vollständigen und geprüften Quartalsbericht vorlegen und weitere Details zur Profitabilität in den einzelnen Segmenten präsentieren.

Jahreschart Nordex Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.