Nordex-Aktie: 389 Megawatt Auftrag aus der Türkei

Nordex-Aktie: 389 Megawatt Auftrag aus der Türkei
© Björn Wylezich | stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex (ISIN: DE000A0D6554) schwimmt operativ weiter auf einer beachtlichen Erfolgswelle. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, konnte in der Türkei – einem der wichtigsten Kernmärkte des Konzerns – ein massiver Auftragseingang verzeichnet werden.

Auch diese Unternehmen schwimmen vor Aufträgen: Das sind unsere Top-Aktien für 2026!

Nordex-Aktie: 56 Delta4000-Turbinen für den türkischen Markt

In den vergangenen Wochen sicherte sich Nordex in der Türkei Verträge über eine Gesamtkapazität von 389 Megawatt. Konkret umfasst der Deal die Lieferung und Errichtung von 56 Windenergieanlagen der bewährten Delta4000-Serie. Die Installation und Inbetriebnahme der Turbinen soll laut den aktuellen Projektzeitplänen schrittweise in den Jahren 2027 und 2028 erfolgen.

Um einen effizienten und zuverlässigen Betrieb an den jeweiligen Standorten zu gewährleisten, beinhalten die Vereinbarungen zudem lukrative, mehrjährige Service- und Wartungsverträge. Diese sind für das Unternehmen von enormer strategischer Bedeutung, da sie abseits des oft zyklischen reinen Projektgeschäfts langfristig planbare und stabile Einnahmen garantieren. Die Namen der Kunden sowie die genauen Projektstandorte wurden, wie in der Branche häufig üblich, nicht öffentlich kommuniziert.

Auftragsboom trifft auf verhaltene Kursentwicklung

Das Momentum auf der Vertriebsseite ist derzeit beachtlich. Erst kurz vor der Bekanntgabe des Türkei-Deals hatte der Konzern weitere Aufträge aus Süd-, Mittel- und Osteuropa mit einem Volumen von 228 Megawatt gemeldet. Zusammengerechnet sammelte Nordex in nur wenigen Tagen Orders von über 800 Megawatt ein.

Trotz dieses massiven fundamentalen Rückenwinds zeigt sich die Nordex-Aktie (ISIN: DE000A0D6554) am Markt derzeit paradoxerweise eher von ihrer schwächeren Seite. Am Donnerstagvormittag notierte das Papier mit leichten Verlusten im Bereich von knapp über 35 Euro. Analysten und internationale Finanzbeobachter führen diese Kursschwäche unter anderem auf gestiegene Anleiherenditen zurück, welche die Finanzierungskosten für großvolumige Windkraftprojekte verteuern und somit die zukünftige Profitabilität belasten könnten.

Analysten bleiben für die Windkraft-Aktie optimistisch

Trotz der jüngsten Kursdelle sehen Experten weiterhin großes Potenzial in dem Hamburger Unternehmen. So hat beispielsweise die US-Investmentbank Goldman Sachs ihr Kursziel für Nordex kürzlich auf 52,80 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Für Anleger bleibt nun die spannende Frage, ob und wann die Börse die prall gefüllten Auftragsbücher wieder mit steigenden Notierungen honorieren wird. Die kommenden Quartalszahlen, die für Anfang November erwartet werden, dürften hier die nächsten entscheidenden Impulse liefern.