Hornbach-Aktie springt an: Kräftiges EBIT-Plus im Q2

Großer orangefarbener Baumarkt mit Parkplatz und Menschen im Eingangsbereich.
Björn Wylezich / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Der Baumarktkonzern Hornbach Holding hat die Märkte mit überraschend starken Quartalszahlen erfreut. In einem von Kostendruck und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägten Umfeld präsentierte das Unternehmen für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal ein deutliches Gewinnplus. Die Aktionäre reagieren prompt: Das im Nebenwerte-Index SDAX gelistete Papier verzeichnete daraufhin spürbare Kursgewinne.

Starke Quartalszahlen: Hornbach Holding trotzt dem Kostendruck

Die Hornbach Holding (ISIN: DE0006083405) hat auf Basis vorläufiger Zahlen ein exzellentes zweites Geschäftsquartal (1. Juni bis 31. August 2026) hingelegt. Wie das Unternehmen aus dem pfälzischen Bornheim mitteilte, kletterte der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent auf rund 1,81 Milliarden Euro. Dabei profitierte der DIY-Konzern (Do-it-yourself) nicht nur von einer robusten Kundennachfrage, sondern auch von einem positiven Kalendereffekt durch 1,3 zusätzliche Verkaufstage.

Noch beeindruckender als das reine Umsatzwachstum fiel die Ertragsentwicklung aus. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um beachtliche 12,8 Prozent auf knapp 125 Millionen Euro an. Damit wuchs der operative Gewinn trotz der allgegenwärtigen Belastungen bei Einkaufs- und Logistikkosten spürbar überproportional zum Umsatz.

Jahresprognose bestätigt: Planungssicherheit für Anleger

Trotz der erfreulichen Halbjahresbilanz – auch auf Sechs-Monats-Sicht liegen Umsatz und bereinigtes EBIT spürbar im Plus – bleibt das Management vorsichtig optimistisch und bestätigte die bisherige Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026/27. So rechnet die Führungsetage weiterhin mit einem Nettoumsatz auf oder leicht über dem Niveau des Vorjahres (rund 6,43 Milliarden Euro). Beim operativen Ergebnis kalkuliert Hornbach mit einem bereinigten EBIT auf dem Vorjahreslevel von rund 265 Millionen Euro. Als größte Unsicherheitsfaktoren macht das Management geopolitische Risiken aus, welche die Konsumstimmung dämpfen und Beschaffungsprozesse im weiteren Jahresverlauf erschweren könnten.

Kurssprung im SDAX: Hornbach-Aktie im Fokus

An der Börse wurden die Nachrichten umgehend honoriert. Die Aktie der Hornbach Holding zog am Dienstag deutlich an und markierte in der Spitze das höchste Kursniveau seit Ende des vergangenen Jahres. Im Vormittagshandel am Dienstag pendelte sich das Papier bei rund 86,00 Euro ein, was einem satten Aufschlag von gut fünf Prozent entsprach. Zeitweise stieg der Kurs sogar um über neun Prozent in Richtung der 89-Euro-Marke.

Sommer-Profiteur oder echte Trendwende?

Analysten werten das vorgelegte Zahlenwerk überwiegend positiv. Marktexperten der DZ Bank etwa betonten, dass das Unternehmen die Erwartungen deutlich übertroffen habe. Ob es sich hierbei jedoch um den Beginn einer langfristigen, fundamentalen Trendwende handelt oder lediglich um einen temporären, durch den warmen Sommer getriebenen Nachfrageschub (beispielsweise durch den verstärkten Verkauf von Klimageräten und Bewässerungssystemen), wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen.

Für interessierte Anleger bieten die fundierte Eigenkapitalbasis und die solide operative Marktstellung in jedem Fall Argumente, die Hornbach-Aktie (ISIN: DE0006083405) weiterhin genau im Blick zu behalten. Die Veröffentlichung des vollständigen Halbjahresfinanzberichts ist für Ende September geplant.