GFT Technologies: KI-Profiteur nimmt Fahrt auf

GFT Technologies: KI-Profiteur nimmt Fahrt auf
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Bei GFT Technologies läuft es derzeit operativ in die richtige Richtung. Der auf digitale Transformation und Software spezialisierte IT-Dienstleister hat im 1. Halbjahr 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis zugelegt.

Der Umsatz stieg um 5% auf 462,6 Mio. Euro. Noch erfreulicher entwickelte sich die Profitabilität: Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) kletterte um 8% auf 32,6 Mio. Euro, während das Ergebnis vor Steuern (EBT) sogar um 26% auf 24,0 Mio. Euro zulegte.

Auch beim Ergebnis zeigt sich die operative Verbesserung deutlich. Der Gewinn stieg um 27% auf 17,1 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 0,51 auf 0,67 Euro. Für Sie als Anleger ist dabei besonders interessant: GFT wächst nicht nur, sondern verdient an diesem Wachstum zunehmend mehr.

KI wird zum Wachstumstreiber

Der spannendste Teil der Halbjahreszahlen betrifft die Entwicklung des KI-Geschäfts. Mit der eigenen Wynxx Agentic AI Plattform verfügt GFT über eine Technologie, die bei immer mehr Kunden zum Einsatz kommt.

Im 2. Quartal stieg das Vertragsvolumen gegenüber dem Vorquartal um 38% auf mehr als 144 Mio. Euro. Bereits im 1. Halbjahr wurden damit 24,4 Mio. Euro an Umsatz erzielt. Die Plattform ist mittlerweile bei 113 Unternehmenskunden in zwölf Ländern im Einsatz.

Hinzu kommt die neue Wynxx Business Process Suite. Sie steuerte im 1. Halbjahr bereits 14,8 Mio. Euro Umsatz bei. GFT konnte zudem mehr als 20 KI- und Modernisierungsprojekte in neun Ländern gewinnen. Damit wird sichtbar, dass KI bei GFT nicht lediglich ein Marketing-Schlagwort ist, sondern zunehmend konkrete Umsätze generiert.

Auftragsbestand sorgt für Rückenwind

Für zusätzliche Zuversicht sorgt der Auftragsbestand. Dieser lag Ende Juni bei 483,5 Mio. Euro und damit 18% über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig zeigt die regionale Entwicklung, dass GFT international breit aufgestellt ist. Besonders stark wachsen Brasilien (+38%) und Kolumbien (+27%).

Auch die Schweiz und Spanien entwickelten sich mit +22 bzw. +13% dynamisch. Dagegen bleibt Deutschland ein Schwachpunkt: Hier ging der Umsatz um 12% zurück. Für Sie als Anleger ist die internationale Aufstellung dennoch ein Pluspunkt, weil GFT damit weniger von der konjunkturellen Entwicklung einzelner europäischer Märkte abhängig ist.

Prognose bestätigt – Aktie bleibt interessant

Für das Gesamtjahr hält das Management an seinen Zielen fest: Der Umsatz soll währungsbereinigt um 5% auf rund 930 Mio. Euro wachsen. Das bereinigte EBIT soll auf 71 Mio. Euro steigen, das EBT auf rund 56 Mio. Euro. Gleichzeitig dürfte die zunehmende Skalierung des KI-Geschäfts langfristig für zusätzliche Margenfantasie sorgen.

GFT verbindet damit zwei für Anleger interessante Entwicklungen: einen etablierten Kundenstamm in Banken, Versicherungen und Industrie sowie ein wachsendes KI-Geschäft mit eigenen Technologien. Nach den jüngsten Zahlen bleibt die Aktie deshalb ein aussichtsreicher Kandidat für Anleger, die nach einem deutschen KI-Profiteur abseits der ganz großen Technologiekonzerne suchen.