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Airbus-Aktie: Warum die Raumfahrt so wichtig für Sie ist!

Inhaltsverzeichnis

Ganz ehrlich: Wenn Sie an Airbus denken, was kommt Ihnen da als erstes in den Sinn? Wahrscheinlich die teils gigantischen Flugzeuge, die überall auf der Welt Passagiere und Fracht von A nach B transportieren. Doch Airbus ist weit mehr als das.

Der Konzern ist nämlich auch in Sachen Raumfahrt und Rüstung einer der führenden Player der Welt. Schauen Sie: Allein 2020 setzte die Sparte „Defence and Space“ mehr als 10 Milliarden Euro um. Das war etwa ein Fünftel des Gesamtumsatzes.

Und in den nächsten Jahren will Airbus hier noch einmal kräftig zulegen. Neben der Militärtechnologie, die infolge des Ukraine-Kriegs immer wichtiger wird, geht es dabei auch um den Weltraum. Tatsächlich ist Airbus bereits heute das größte Raumfahrtunternehmen Deutschlands. Die Mitarbeiter des Konzerns machen etwa die Hälfte aller in der deutschen Raumfahrtindustrie Beschäftigen aus.

Raumfahrt: Aber was macht Airbus jetzt genau?

Nun, das Unternehmen hilft zum Beispiel dabei, nach vielen Jahrzehnten den nächsten Astronauten auf den Mond zu bringen. So entwickelt und baut Airbus in Kooperation mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA und dem US-Pendant NASA ein Servicemodul für das Mond-Raumschiff „Orion“. Das Modul sorgt für den Antrieb, die Energieversorgung sowie die Wärmeregulierung und wird die Astronauten bei künftigen Missionen mit Wasser und Sauerstoff versorgen.

Doch die kommende Mondreise ist längst nicht alles. So bietet Airbus auch für die Internationale Raumstation (ISS) wichtige Komponenten wie etwa wissenschaftliche Ausrüstung und Labortechnik.

Klimawandel: Satelliten werden immer wichtiger

Das größte Wachstumspotenzial aber dürften die Satelliten bieten. Auch hier ist Airbus ein gewichtiger Player. So entwickelt der Konzern in Friedrichshafen hochmoderne Satelliten und Sonden.

Den Satelliten jedenfalls wird sehr hohes Potenzial zugeschrieben. Airbus baut etwa für das EU-Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ spezielle Wettersatelliten. Diese können auch durch Wolken Umweltveränderungen auf der ganzen Welt haargenau erkennen – etwa Überschwemmungen, Dürren oder Feuer. In Zeiten des Klimawandels sind jene Daten höchst begehrt.

Neuer millionenschwerer Auftrag von der ESA

Erst vor wenigen Tagen hat Airbus nun zusammen mit dem deutschen Satellitenspezialisten OHB einen Auftrag der ESA eingeheimst. Volumen: 160 Millionen Euro. Demnach sollen Airbus und OHB für den Satelliten „Forum“ wichtige Komponenten liefern.

„Forum“ („Far-infrared Outgoing Radiation Understanding and Monitoring“) soll die Erde im fernen Infrarotbereich des Spektrums beobachten und Messungen der von der Erde abgestrahlten Energie liefern. Jene Messen sollen es Wissenschaftlern ermöglichen, ein hochauflösendes Gesamtbild des planetaren Treibhauseffekts zu erhalten. Dadurch sollen die Experten eine bessere Vorhersage zur globalen Erwärmung treffen können. Der Satellit wird laut Plan 2027 in die Erdumlaufbahn geschossen.

Aber warum erzähle ich Ihnen das heute alles?

Ähnlich wie bei den Rüstungsgütern verschafft sich Airbus durch das Raumfahrtgeschäft eine starke Planungssicherheit. Schließlich hat man hier staatliche Kunden an der Angel. Ein Vorteil, der sich übrigens auch in der Corona-Krise gezeigt hatte.

So krachten die Umsätze des klassischen Flugzeuggeschäfts in 2020 wegen des geringeren Bedarfs vonseiten der Airlines um 37 Prozent auf 34,25 Milliarden Euro ein. Die Erlöse der Rüstungs- und Raumfahrtsparte blieben hingegen stabil und sorgten dafür, dass sich der Konzern als Ganzes einigermaßen über Wasser halten konnte.

Ein Effekt, der jetzt auch in der aktuellen Inflationskrise zum Vorteil gereichen könnte. Für die Airbus-Aktie ist die Raumfahrt jedenfalls eine Art Sicherungsanker – ein wichtiger Stabilisierungsfaktor eben. Schließlich ist Diversifikation gerade in diesen Zeiten das A und O. Unterschätzen sollte man Airbus also definitiv nicht.