Deutsche Rohstoff AG hebt die Gewinnprognose an
Hohe Öl- und Gaspreise belasten Verbraucher und setzen viele Unternehmen unter Kostendruck. Für die Deutsche Rohstoff AG eröffnen sie dagegen zusätzliche Ertrags-Chancen. Das Mannheimer Unternehmen fördert über seine US-Tochtergesellschaften Öl und Gas und investiert in die Erschließung neuer Vorkommen.
Ergänzt wird dieses Geschäft durch Rohstoffbeteiligungen. Für Sie als Anleger kann die Aktie deshalb als Gegengewicht zu hohen Energiepreisen interessant sein: Steigende Ölpreise können die Einnahmen und Gewinne des Konzerns stärken. Eine vollständige Absicherung bietet die Aktie allerdings nicht.
Noch mehr Gewinn in Aussicht gestellt
Wie gut das Unternehmen das Marktumfeld nutzt, zeigt die jüngste Prognoseanhebung. Für 2026 erwartet die Deutsche Rohstoff AG inzwischen einen Umsatz zwischen 340 und 360 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll 420 bis 440 Mio. Euro erreichen. Im bisherigen Basisszenario waren lediglich 380 bis 400 Mio. Euro vorgesehen. Der Gewinn liegt in diesem Fall sogar über dem Umsatz, da ein Teil des Gewinns aus einem lukrativen Teilverkauf einer Rohstoff-Beteiligung stammt. Dazu später mehr.
Die neue Planung unterstellt für November und Dezember einen WTI-Ölpreis von 95 US-Dollar je Barrel. Die höheren Erwartungen beruhen somit teilweise auf einem weiterhin günstigen Preisumfeld. Zugleich überzeugt aber auch die operative Entwicklung. Das macht die Nachricht aus Anlegersicht besonders erfreulich: Zum Rückenwind vom Rohstoffmarkt kommen Fortschritte im eigenen Geschäft.
Neue Bohrungen bringen zusätzliche Erträge
Die durchschnittliche tägliche Nettoproduktion soll von rund 23.500 Barrel Öläquivalent im dritten Quartal auf etwa 26.000 im Schlussquartal steigen. Das bislang größte Bohrprogramm der Unternehmensgeschichte schafft dafür die Grundlage. Zahlreiche neue Bohrungen liefern bereits, weitere sollen bis Jahresende folgen.
Bemerkenswert ist zudem die Produktivität: Verbesserte Verfahren zur Fertigstellung der Bohrungen tragen zu höheren Förderleistungen bei. Darin liegt ein wichtiger Unterschied zu einer reinen Spekulation auf steigende Ölpreise.
Die Deutsche Rohstoff AG kann die Entwicklung auch durch technische Verbesserungen und zusätzliche Produktionsmengen vorantreiben. Ein Teil der neuen Förderung wird erst 2027 stärker zum Geschäft beitragen. Die Investitionen eröffnen damit Perspektiven über den aktuellen Jahresendspurt hinaus.
Starke Perspektiven mit klarem Blick auf die Zahlen
Bei aller Zuversicht verdient die Zusammensetzung des Ergebnisses Aufmerksamkeit. Vom erwarteten EBITDA-Mittelwert von 430 Mio. Euro entfallen rund 270 Mio. Euro auf das laufende Öl- und Gasgeschäft. Rund 160 Mio. Euro stammen aus bereits erfolgten Verkäufen von Almonty-Aktien, die das Unternehmen im Rohstoff-Portfolio hielt (einen Restbestand hält die Deutsche Rohstoff AG noch immer). Dieser Sondereffekt lässt sich nicht einfach fortschreiben.
Die positive operative Entwicklung bleibt dennoch überzeugend. Wachsende Fördermengen und hohe Verkaufspreise bilden eine attraktive Kombination. Wenn Sie Ihrem Depot einen Profiteur hoher Energiepreise beimischen möchten, verdient die Deutsche Rohstoff AG einen genaueren Blick. Entscheidend bleiben die Entwicklung des Ölpreises und die erfolgreiche Umsetzung des Bohrprogramms. Die erneute Prognoseanhebung liefert dafür ein ermutigendes Signal.