Brenntag: Der Sparkurs soll es richten

Website mit Brenntag-Logo vor verschwommenen Börsendaten auf einem Bildschirm.
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Der Essener Chemikalienhändler Brenntag berichtet in seiner Q2-Pressemeldung stolz von „Kosteneinsparungen in Höhe von 41 Millionen EUR“ und dass „unsere Teams unsere Lieferfähigkeit aufrechterhalten und unsere Kunden zuverlässig unterstützt“ haben. Diese Leistungen sind sicher lobenswert, klingen aber nicht nach Innovation und Wachstumskurs.

Fragezeichen beim Blick auf die Zahlen

Fokussieren wir uns auf den Gewinn pro Aktie: Auch wenn das zweite Quartal ordentlich ausgefallen ist, bleibt nach drei Jahren mit zweistelligen Ergebnisrückgängen die Frage, ob die Gewinnsteigerungen für die Folgejahre reiner Zweckoptimismus sind oder auf Verbesserungen der betrieblichen Abläufe basieren.

Vorsichtiger Optimismus beim Blick auf den Chart!

Auf der Oberseite ist die Folge höherer Hochs schon komplett. Für einen Aufwärtstrend reicht es wegen des tieferen Tiefs im März jedoch nicht. Es gibt aber durchaus positive Elemente im Chartbild. So war der anschließende starke Kursanstieg von starkem Handelsvolumen begleitet, was darauf hindeutet, dass institutionelle Anleger diese Entwicklung unterstützt haben. Beim jüngsten Rücksetzer zur 20-Tagelinie wurden deutlich weniger Aktien gehandelt.

Nun ein Blick auf die letzten drei Tagskerzen, die direkt bei der grünen Linie liegen. Die Kerze vom Donnerstag hat eine recht lange Unterlänge, was auch als Umkehrkerze interpretiert wird. Jene von Freitag und Montag (ca. 15 Uhr) bilden zusammen eine kleine Widerstandslinie. Sobald der Kurs darüber notiert, wäre das ein Kaufsignal mit Kursziel beim Hoch vom 7. August.

Brenntag-Aktie (ISIN DE000A1DAHH0) – 1 Jahr im Tageschart | Quelle: Market Insight Terminal

Fazit

Die positive Entwicklung bei den fundamentalen Kennzahlen ist noch recht frisch, charttechnisch überwiegen jedoch bereits die positiven Elemente.