BioNTech-Aktie: UBS sieht trotz Gegenwind Kaufchance

BioNTech-Aktie: UBS sieht trotz Gegenwind Kaufchance
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Das Mainzer Biotechnologieunternehmen BioNTech (ISIN: US09075V1026) durchläuft an der Börse derzeit eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit. Während das Papier im laufenden Handel mit gemischten Nachrichten aus der klinischen Forschung konfrontiert ist, erhält der Konzern namhafte Unterstützung von Analystenseite: Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Kaufempfehlung („Buy“) bestätigt und traut dem Titel weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial zu.

Aktuelle Kursentwicklung der BioNTech-Aktie im Überblick

An den Märkten zeigt sich die Verunsicherung einiger Marktteilnehmer im aktuellen Kursverlauf. Am frühen Nachmittag notierte die BioNTech-Aktie auf der Handelsplattform Xetra bei 77,45 Euro, während an der Börse Stuttgart ein Kurs von 77,25 Euro (minus 0,45 Prozent) festgestellt wurde. An der US-Technologiebörse Nasdaq hatte das Papier den vorangegangenen Handelstag bereits leichter bei 86,86 US-Dollar (minus 1,42 Prozent) beendet.

Ungeachtet dieser kurzfristigen Zurückhaltung hält UBS-Analyst David Dai an seinem Kursziel von 135,00 US-Dollar fest. Ausgehend vom jüngsten US-Schlusskurs entspricht dies einem theoretischen Kurspotenzial von über 55 Prozent. Im Gegensatz dazu positionierte sich die US-Bank JPMorgan zuletzt zurückhaltender und bestätigte ihre Einstufung auf „Neutral“.

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UBS-Analyse zu BioNTech: Fokus auf ADCs und Lungenkrebs-Daten

Die optimistische Einschätzung der UBS stützt sich maßgeblich auf jüngste Präsentationen im Rahmen des Fachkongresses der European Society for Medical Oncology (ESMO). Im Zentrum des Interesses steht dabei die Weiterentwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) in Kombination mit bispezifischen Antikörpern.

Insbesondere die klinischen Daten zum bispezifischen Antikörper-Kandidaten Pumitamig (PD-L1xVEGF-A), der gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelt wird, sorgten bei den Experten der Schweizer Großbank für Zuspruch. In Kombination mit einem B7-H3-gerichteten ADC zeigte der Wirkstoff bei Patienten mit Lungenkrebs sowie anderen soliden Tumoren laut UBS eine beeindruckende Wirksamkeit bei einem gleichzeitig einwandfreien Sicherheitsprofil. Flankiert wird diese Pipeline-Fantasie durch die nach wie vor hohen Barreserven des Unternehmens sowie kontinuierliche Einnahmen aus dem saisonalen Geschäft mit angepassten Covid-19-Impfstoffen.

Gemischte Studiendaten bei BioNTech: Rückschlag bei Brustkrebs-Kandidat

Dass die BioNTech-Aktie die positiven Analystenkommentare aktuell noch nicht in unmittelbare Kursgewinne ummünzen kann, liegt an jüngsten Meldungen aus einem anderen Teil der Onkologie-Pipeline. Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, lieferte die globale Phase-3-Studie (DYNASTY-Breast02) zum ADC-Wirkstoffkandidaten Trastuzumab Pamirtecan, den BioNTech gemeinsam mit dem chinesischen Partner DualityBio entwickelt, ein zweischneidiges Ergebnis.

Zwar erreichte die Studie zur Behandlung von HER2-niedrigem, metastasiertem Brustkrebs ihren primären Endpunkt und verzögerte das Fortschreiten der Erkrankung, doch fiel dieser therapeutische Vorteil laut Unternehmensangaben eher moderat aus. Zudem traten im Studienverlauf vermehrt Fälle von interstitiellen Lungenerkrankungen auf. Vor dem Hintergrund der bestehenden Behandlungsmöglichkeiten stuften die Partner den potenziellen Zusatznutzen für Patientinnen in dieser spezifischen Indikation als begrenzt ein und prüfen nun das weitere Vorgehen. Zuvor hatte bereits der mRNA-basierte Krebsimpfstoffkandidat BNT113 in einer klinischen Prüfung einen seiner primären Endpunkte verfehlt.

Neue Allianz mit Gilead Sciences stärkt die Pipeline

Trotz einzelner Dämpfer treibt das Management den Ausbau der Krebstherapie-Plattform konsequent voran. Erst kürzlich gab BioNTech eine strategische Studienkooperation mit dem US-Pharmakonzern Gilead Sciences bekannt. In der laufenden globalen Phase-3-Studie ROSETTA Breast-01 soll Pumitamig künftig mit Gileads etabliertem ADC-Medikament Sacituzumab Govitecan kombiniert werden, um die Erstlinienbehandlung bei dreifach negativem Brustkrebs zu verbessern.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 3. November 2026. An diesem Tag wird BioNTech seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal vorlegen. Neben Einblicken in die Bilanz und das laufende Impfstoffgeschäft erwarten Investoren dann vor allem detaillierte Aussagen des Vorstands zur Priorisierung innerhalb der breit gefächerten Onkologie-Pipeline.

Jahreschart Biontech Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.