Adidas-Aktie zieht an: Rekordquartal treibt Gewinn um 50 Prozent
Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas (ISIN: DE000A1EWWW0) hat am Donnerstag seine detaillierten Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt und damit die vorläufigen Rekordwerte eindrucksvoll untermauert. Insbesondere unter dem Strich gelang dem DAX-Konzern ein massiver Ergebnissprung, begleitet von einer signifikanten Steigerung der Profitabilität. An der Börse sorgen die starken Fundamentaldaten und der bestätigte optimistische Jahresausblick für spürbare Kauflaune.
Adidas-Aktie gefragt: Anleger honorieren Margensprung
Am deutschen Aktienmarkt reagierten Investoren ausgesprochen positiv auf das detaillierte Zahlenwerk. Auf der Handelsplattform Xetra verzeichnete die Adidas-Aktie gegen Mittag deutliche Kursgewinne von rund 3,9 Prozent und notierte bei 164,20 Euro. Damit setzt das Papier seine jüngste Aufwärtsbewegung schwungvoll fort.
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Der zentrale Kurstreiber ist die spürbare Verbesserung der Ertragskraft. Im abgelaufenen dritten Quartal kletterte der auf die Anteilseigner entfallende Konzerngewinn um 53 Prozent von 461 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 706 Millionen Euro. Im fortgeführten Geschäft verzeichnete Adidas einen Gewinnanstieg von 48 Prozent auf 711 Millionen Euro (Vorjahr: 482 Millionen Euro), was einem verwässerten Ergebnis je Aktie von 4,06 Euro nach 2,57 Euro im Vorjahr entspricht.
Parallel dazu verbesserte sich die viel beachtete operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) um 2,8 Prozentpunkte von 11,1 auf starke 13,9 Prozent. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) durchbrach mit einem Zuwachs von 37 Prozent auf 1,008 Milliarden Euro erstmals in der Unternehmensgeschichte die Milliardenmarke innerhalb eines einzelnen Quartals. Auch die Bruttomarge legte um 2,5 Prozentpunkte auf 54,3 Prozent zu. Unterstützt wurde diese Entwicklung neben einem gesunden Vollpreisgeschäft durch eine Rückerstattung zu viel gezahlter US-Zölle in Höhe von rund 200 Millionen Euro.
Starke Dynamik bei Adidas in China und Nordamerika
Auf Umsatzebene erzielte der Sportartikelgigant im dritten Quartal ebenfalls einen historischen Bestwert: Die Erlöse stiegen auf Euro-Basis um neun Prozent auf 7,252 Milliarden Euro (währungsbereinigt plus sieben Prozent). Als wesentliche Wachstumsmotoren erwiesen sich dabei die internationalen Schlüsselmärkte. Währungsbereinigt legten die Umsätze im Großraum China um 13 Prozent und in Nordamerika um 12 Prozent zu. Auch in Lateinamerika (+16 Prozent) sowie in Japan und Südkorea (+19 Prozent) verzeichnete das Unternehmen zweistellige Zuwachsraten.
Lediglich im Heimatmarkt Europa gingen die Erlöse um vier Prozent auf 2,236 Milliarden Euro zurück. Laut Konzernangaben ist dieser Rückgang jedoch maßgeblich auf eine bewusst zurückhaltende Belieferung des Großhandels sowie auf temporäre Verschiebungen im Zuge einer SAP-Systemumstellung zurückzuführen. Im vierten Quartal rechnet das Management auch in Europa wieder mit Zuwächsen im hohen einstelligen Prozentbereich. Weltweit florierte hingegen das eigene Direktkundengeschäft (Direct-to-Consumer), das währungsbereinigt um 17 Prozent zulegte – getrieben von einem Plus im Onlinehandel von 18 Prozent.
Produkt-Highlights und angehobene Jahresprognose für Adidas
In den einzelnen Produktkategorien verschob sich die Wachstumsdynamik deutlich zugunsten des Bekleidungssegments, das währungsbereinigt um 19 Prozent expandierte. Adidas profitierte hierbei im Juli noch vom Nachhall der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sowie einer hohen Nachfrage nach Trikots und Lifestyle-Kollektionen der Reihe „Originals“. Zudem zog das Performance-Geschäft um 14 Prozent an, wobei innovative Laufschuhmodelle wie der Adizero Adios Pro Evo 3 für hohe Sichtbarkeit und steigende Absätze sorgten. Das gesamte Schuhsegment stagnierte hingegen auf hohem Niveau, da Adidas die Auslieferungen an den Multimarken-Handel streng steuerte, um Rabattschlachten im Markt zu vermeiden.
Für das Gesamtjahr 2026 blickt Vorstandschef Bjørn Gulden zuversichtlich nach vorn und bestätigte die bereits am 20. Oktober nach oben korrigierte Prognose. Demnach erwartet Adidas einen währungsbereinigten Umsatzanstieg zwischen neun und zehn Prozent. Das operative Betriebsergebnis soll im Gesamtjahr rund 2,5 Milliarden Euro erreichen, nachdem zuvor etwa 2,3 Milliarden Euro veranschlagt worden waren.
Rein rechnerisch wären inklusive der Zollerstattungen und der höheren operativen Profitabilität sogar 2,6 Milliarden Euro möglich gewesen. Der Konzern nutzt den finanziellen Spielraum jedoch gezielt, um im Schlussquartal rund 100 Millionen Euro in langfristige Wachstumsinitiativen zu reinvestieren. Damit untermauert Adidas sein mittelfristiges strategisches Ziel, ab den Jahren 2027 und 2028 nachhaltig eine zweistellige operative Marge zu erwirtschaften.

Jahreschart Adidas Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.