Adidas-Aktie im Abwärtssog: Margendruck belastet DAX-Titel

Weiße Sneaker mit drei schwarzen Streifen, getragen mit weißen Socken.
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Die Papiere des Herzogenauracher Sportartikelherstellers Adidas (ISIN: DE000A1EWWW0) finden sich derzeit am Ende des DAX wieder. Ein trübes Branchenumfeld und aufkeimende Sorgen um die operative Marge schicken den Kurs auf Talfahrt. Dabei werfen vor allem die jüngsten Entwicklungen bei der internationalen Konkurrenz tiefe Schatten auf den gesamten Sektor.

Schwaches Branchenumfeld drückt auf die Stimmung

Der Auslöser für die aktuelle Unsicherheit liegt unter anderem jenseits des Atlantiks. Der US-Konkurrent Lululemon hat den Markt erst kürzlich mit einer deutlichen Umsatz- und Gewinnwarnung aufgeschreckt. Neben einer spürbar nachlassenden Nachfrage im nordamerikanischen Heimatmarkt kämpft der Yoga- und Fitnessbekleidungs-Spezialist mit schrumpfenden Margen. Die US-Papiere waren in der Folge stark eingebrochen und rissen auch andere Branchenvertreter mit nach unten.

Für Adidas bedeutet das: Investoren schauen nun besonders kritisch auf die Profitabilität. Zwar hatte das deutsche Traditionsunternehmen in den vergangenen Monaten operative Fortschritte gemacht, doch die Angst vor einem branchenweiten Margendruck lässt die Anleger nun wieder vorsichtiger agieren. Wenn Premium-Marken wie Lululemon zu massiven Rabatten greifen müssen, um ihre Lagerbestände abzubauen, fürchtet der Markt unweigerlich einen globalen Preiskampf.

Adidas-Kurs gerät unter die Räder

Diese Gemengelage macht sich an der Frankfurter Börse deutlich bemerkbar. Die Adidas-Aktie verzeichnet am heutigen Handelstag spürbare Verluste und notiert am späten Nachmittag auf Xetra bei 140,30 Euro. Damit gehört der Titel zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex und knüpft an die jüngste Schwächephase an. Die Erholungstendenzen der vergangenen Wochen scheinen damit vorerst gestoppt.

Ein interessantes Signal sendet in dieser unruhigen Phase jedoch die Führungsetage selbst: Aus Pflichtmitteilungen vom heutigen Tag geht hervor, dass Adidas-Chef Bjørn Gulden die Kursschwäche genutzt und eigene Aktien im Wert von rund einer halben Million Euro nachgekauft hat. Solche Insiderkäufe werden von Marktbeobachtern oft als Vertrauensbeweis in die eigene Strategie gewertet.

Was das für Anleger bedeutet

Das schwierige Konsumumfeld und die schwächeren Signale der internationalen Konkurrenten dürften den Sportartikelsektor vorerst weiter in Atem halten. Auch wenn die internen Umbaumaßnahmen bei Adidas unter der Leitung von Bjørn Gulden von Analysten grundsätzlich positiv bewertet werden, kann sich das Unternehmen dem globalen Branchentrend kaum vollständig entziehen. Anleger sollten in den kommenden Wochen vor allem die Preisentwicklung und die operative Marge im Auge behalten, da diese Indikatoren maßgeblich über die weitere Kursentwicklung entscheiden werden.