Nach KI-Crash: Kospi feiert 16-Prozent-Comeback

Nach KI-Crash: Kospi feiert 16-Prozent-Comeback
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Die Erholung im globalen Technologiesektor hat an den asiatischen Handelsplätzen zu einer historischen Kursexplosion geführt. Nachdem die Börse in Südkorea in den vergangenen Tagen noch dramatische Verluste hinnehmen musste, erlebte der Leitindex Kospi am Freitag eine beispiellose Rallye. In der Spitze schoss das Börsenbarometer um knapp 16 Prozent nach oben. Wegen der rapiden Aufwärtsbewegung musste der Handel in Seoul kurzzeitig durch automatische Schutzmechanismen ausgesetzt werden.

Samsung und SK Hynix Aktien beflügeln den Kospi

Maßgeblich verantwortlich für das Kursfeuerwerk sind die beiden Schwergewichte des südkoreanischen Aktienmarktes. Die Papiere der Speicherchip-Giganten, die zusammen einen Großteil der Marktkapitalisierung des Index ausmachen, zogen die Börse quasi im Alleingang nach oben.

Die Aktie von SK Hynix (ISIN: KR7000660001) verzeichnete am Freitag fulminante Kursgewinne von in der Spitze rund 28 Prozent und erreichte zum asiatischen Handelsschluss einen Kurs von 1.718.000 südkoreanischen Won. Ein außergewöhnlicher Auslöser hierfür war neben dem allgemein verbesserten Marktumfeld auch ein klares Vertrauenssignal aus der Chefetage: Der Chairman der SK Group hatte zuvor erstmals persönlich in erheblichem Umfang Aktien des eigenen Chipherstellers gekauft.

Auch der Branchenprimus Samsung Electronics (ISIN: KR7000593000) wurde von der positiven Stimmung mitgerissen. Die Papiere des Tech-Konzerns sprangen um mehr als 24 Prozent in die Höhe und notierten am Freitag bei rund 260.000 Won.

US-Tech-Zahlen als Initialzündung für die Tech-Rallye

Der Auslöser für das asiatische Börsenbeben lag allerdings nicht nur in Südkorea, sondern vor allem in den USA. Starke Quartalszahlen der US-Schwergewichte Microsoft und Amazon hatten über Nacht die zuletzt stark abgekühlte Fantasie rund um massive Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) neu entfacht. Dies strahlte unmittelbar auf die asiatischen Zulieferer aus, deren Chips für den Ausbau von Rechenzentren essenziell sind. Auch der japanische Nikkei 225 profitierte von dieser positiven Entwicklung und schloss den Handel deutlich im Plus ab.

Von Panik zu Euphorie: Eine extreme Handelswoche

Die aktuellen Kursgewinne müssen zwingend im Kontext der extremen Schwankungen dieser Handelswoche betrachtet werden. Noch am Dienstag und Mittwoch war der Kospi dramatisch eingebrochen und zeitweise unter die Marke von 5.400 Punkten gerutscht. Angst vor einer möglichen Überbewertung von KI-Werten sowie Sorgen über wachsende chinesische Konkurrenz im Halbleiterbereich hatten zu panikartigen Verkäufen geführt. Auch hier mussten die Börsenaufsichten den Handel per „Circuit Breaker“ zwischenzeitlich stoppen – allerdings wegen massiv fallender Kurse.

Dass der Index nun am Freitag zeitweise wieder auf über 6.690 Punkte katapultiert wurde, unterstreicht die aktuell enorme Volatilität am Markt. Die rasante Erholung zeigt, wie stark der südkoreanische Markt mittlerweile von der weltweiten KI-Stimmung und seinen beiden dominanten Halbleiterkonzernen abhängig ist. Anleger sollten sich daher auch in den kommenden Wochen auf eine anhaltend dynamische Berg- und Talfahrt einstellen.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.