Alibaba: KI-Turbo und Cloud-Ausbau in Europa

Verschiedene farbige Frachtcontainer mit dem Logo von Alibaba.com in der Mitte.
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Der chinesische Technologie-Gigant Alibaba drückt bei der globalen Expansion seiner Künstlichen Intelligenz massiv aufs Tempo. Um im hart umkämpften Cloud-Markt gegen westliche Rivalen wie Amazon und Google zu bestehen, plant der Konzern innerhalb der kommenden zwölf Monate einen gewaltigen Ausbau seiner Rechenzentrumskapazitäten in Europa und im Nahen Osten.

Alibaba Cloud: Neue Rechenzentren für Europa und Nahost

Auf der hauseigenen Apsara-Konferenz in Hangzhou kündigte das Management an, erstmals sogenannte Cloud-Regionen in Finnland, den Niederlanden sowie der Türkei zu eröffnen. Gleichzeitig sollen die bestehenden Infrastrukturen in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten deutlich erweitert werden. Das ambitionierte Langfristziel unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Offensive: Bis zum Jahr 2032 will Alibaba weltweit eine Rechenzentrumskapazität von mehr als 20 Gigawatt erreichen. Dies entspricht der Leistung von rund 20 großen Kernkraftwerken und verdeutlicht den gigantischen Rechenbedarf künftiger KI-Anwendungen.

Unabhängigkeit im Chip-Krieg: Der neue Zhenwu V900

Die ambitionierten Infrastrukturpläne gehen Hand in Hand mit einem technologischen Durchbruch. Alibaba präsentierte stolz den neuen KI-Chip „Zhenwu V900“, der laut Unternehmensangaben der aktuell leistungsstärkste Prozessor Chinas sein soll. Damit reagiert der Konzern gezielt auf die strikten US-Exportbeschränkungen, die chinesischen Firmen den Zugang zu hochmodernen Halbleitern von Branchenführern wie Nvidia verwehren.

Zusätzlich treibt Alibaba die Software-Entwicklung in Rekordgeschwindigkeit voran: Das hauseigene KI-Modell Qwen soll künftig mit fünf bis zehn Billionen Parametern trainiert werden. Dies würde das System in die absolute Spitzenliga der weltweiten generativen Künstlichen Intelligenz katapultieren.

Alibaba-Aktie: Anleger nehmen Gewinne mit

An der Börse sorgten die ehrgeizigen Pläne für ordentlich Bewegung. Nachdem die Alibaba-Aktie (ISIN: US01609W1027) am Dienstag im Zuge der ersten Ankündigungen noch spürbare Kursgewinne verbucht hatte, dominierte am heutigen Mittwoch zunächst die Vorsicht. Am frühen Vormittag notierte das Papier an den europäischen Handelsplätzen bei rund 98,50 Euro, was einem Tagesminus von gut 3,2 Prozent entspricht. Auch im vorbörslichen US-Handel zeigten sich entsprechende Rücksetzer.

Offenbar wägen Investoren derzeit die enormen langfristigen Chancen der KI-Offensive gegen die drastischen Kapitalausgaben ab. Die rasant steigenden Investitionen in die globale Cloud-Infrastruktur hatten zuletzt bereits auf die Gewinnmargen gedrückt, weshalb der Markt kurzfristig sensibel auf neue milliardenschwere Kostenvorhaben reagiert. Dennoch werten internationale Analysten den aggressiven Vorstoß überwiegend als einen absolut notwendigen strategischen Schritt, um Alibaba im zukunftsträchtigen KI-Markt langfristig als unabhängigen globalen Player zu etablieren.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.