2G Energy wird immer mehr zum KI-Boom-Profiteur

2G Energy wird immer mehr zum KI-Boom-Profiteur
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2G Energy vermeldet den nächsten Großauftrag für KI-Rechenzentren. In den nächsten Jahren dürfte das Unternehmen in neue Dimensionen wachsen. Aus diesem Grund lohnt sich ein näherer Blick auf die Aktie.    

Kurzporträt 2G Energy

Die 2G Energy AG aus Heek, nahe Münster, ist mittlerweile zu einem der weltweit führenden Anbieter für Blockheizkraftwerke (BHKW) aufgestiegen. In diesem Zukunftsbereich deckt 2G Energy die gesamte Wertschöpfungskette von der Herstellung über die Planung bis hin zur Installation und Wartung der mit Erdgas, Biogas und auch Wasserstoff betreibbaren BHKW ab.

BHKW erzeugen mittels Erdgas, Biogas und Wasserstoff klimafreundlich Strom und Wärme. Die sogenannte Kraft-Wärme-Koppelung – also die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme – bietet eine erheblich höhere Effizienz gegenüber der getrennten Erzeugung.

Neues Produkt nimmt Markt für KI-Rechenzentren ins Visier

Mit einer neuen Produktlinie zielt 2G Energy auf den hochattraktiven Markt der KI-Rechenzentren ab. Es handelt sich dabei um sogenannte Spitzenlast-Aggregate, das sind gasbetriebene Stromaggregate, die die Lücke zwischen Dauerbetrieb (wie die BHKW) und Notversorgung (zumeist nur wenige Stunden Laufzeit pro Jahr) füllen sollen. Spitzenlast-Aggregate zielen u. a. auf den Markt für KI-Rechenzentren ab und sollen vorerst vor allem in den USA angeboten werden.

Zweiter Rechenzentren-Auftrag dürfte Rekordwert des ersten nochmals übertreffen

Diese Woche gab das Unternehmen nun schon den zweiten Großauftrag für die neue Produktlinie aus den USA bekannt. 2G Energy soll Systeme für die Energieversorgung von KI-Rechenzentren mit einer Leistung von 275 Megawatt liefern. Damit dürfte dieser Auftrag noch etwas größer sein als die im Mai vereinbarten Anlagen mit einer Leistung im niedrigen dreistelligen Megawattbereich. Geliefert werden sollen die neuen Systeme zwischen dem vierten Quartal 2027 und dem dritten Quartal 2028.

Analysten gehen von einem Wert von 200 bis 250 Mio. Euro aus. Das entspricht mehr als einem Drittel des für dieses Jahr angepeilten Jahresumsatzes. Hinzu kommen in Zukunft gut planbare Einnahmen aus dem Servicevertrag, der 2G Energy jährlich rund 20 bis 25 Mio. Euro einbringen dürfte.

Umsatzverdoppelung bis 2028 erwartet

Das neue Rechenzentren-Geschäft schiebt das Wachstum von 2G Energy enorm an. Analysten heben ihre Umsatzprognosen derzeit fleißig an und erwarten für 2028 inzwischen gut 800 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch knapp 400 Mio. Euro Umsatz.   

Dank der höheren Gewinnmargen der neuen Aufträge wirkt sich dies überproportional auf die Gewinne aus. Beim Gewinn pro Aktie wird innerhalb von drei Jahren eine Vervierfachung erwartet.

Weiteres Kurspotenzial scheint vorhanden

Im Gegensatz zum ersten Rechenzentren-Großauftrag aus dem Mai hielt sich der Freudensprung bei der Aktie dieses Mal in Grenzen. Es scheint so, als hätten sich die Anleger an die guten Nachrichten gewöhnt.

Dabei scheint das Potenzial noch längst nicht ausgereizt. Denn bisher wird der Wert von den Anlegern vor allem als Maschinenbauer und Energie-Wende-Profiteur betrachtet. Verschiebt sich diese Wahrnehmung in Richtung KI-Boom-Profiteur, wären für die Aktie deutlich höhere Bewertungen möglich. Sobald das Management die Ziele für die nächsten Jahre der boomenden Auftragslage anpasst, könnte die Aktie wieder einen Gang zulegen.