2G Energy: Prognosen dank KI-Boom kräftig angehoben

2G Energy: Prognosen dank KI-Boom kräftig angehoben
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Erst kürzlich konnte ich mich mit einigen Leserinnen und Lesern am Stammsitz von 2G Energy in Heek selbst davon überzeugen, mit welchem Tempo das Unternehmen seine Kapazitäten für die kommenden Wachstumsjahre ausbaut.

Nun zeigt sich immer deutlicher, warum dieser Ausbau notwendig ist: Im 3. Quartal hat 2G Aufträge von insgesamt mehr als 400 Mio. Euro eingesammelt. Allein der bereits gemeldete Großauftrag von Energy Vault für KI-Rechenzentren in den USA umfasst 275 MW – und übersteigt damit sogar die gesamte Produktionsleistung von 2G im Geschäftsjahr 2025.

275 MW für den amerikanischen KI-Boom

2G soll Stromerzeugungsanlagen für Rechenzentrumskunden von Energy Vault liefern. Im Fokus stehen insbesondere große KI-Anwendungen und Hyperscaler. Die Auslieferung ist vom 4. Quartal 2027 bis zum 3. Quartal 2028 vorgesehen.

Bemerkenswert ist auch die finanzielle Absicherung: Nach Vertragsunterzeichnung hat der Kunde bereits eine Anzahlung im mittleren zweistelligen Millionenbereich geleistet. Neben dem Rechenzentrumsgeschäft entwickelt sich auch das klassische Geschäft erfreulich. Unter anderem wurde ein weiterer Großauftrag aus dem Mining-Sektor fixiert.

Prognose für 2027 wird angehoben

Die starke Nachfrage schlägt sich in den mittelfristigen Zielen nieder. Für 2027 erwartet 2G jetzt einen Umsatz von 600 bis 650 Mio. Euro. Bislang waren es 570 bis 620 Mio. Euro. Gegenüber den für 2026 erwarteten 490 Mio. Euro entspricht das einem Wachstum von 22,5 bis 33%. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) soll ab 2027 auf mehr als 11% steigen.

Noch spannender ist der erstmals veröffentlichte Ausblick für 2028: Dann sollen bereits 750 bis 850 Mio. Euro Umsatz erzielt werden. Damit zeichnet sich eine beeindruckende Wachstumsbeschleunigung ab.

750 MW mehr Kapazität für weiteres Wachstum

Damit 2G diese Nachfrage bedienen kann, werden die Kapazitäten kräftig ausgebaut. Bis Ende 2027 sollen sie insgesamt um rund 750 MW steigen. Die neue Montagehalle in Heek soll zum Jahresende 2027 in Betrieb gehen. Parallel dazu wird bereits zusätzliches Personal eingestellt.

Für das laufende Jahr bestätigt der Vorstand seine Prognose und erwartet den Umsatz am oberen Ende der Spanne von 440 bis 490 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von 9,5 bis 10,5%.

2G bleibt für mich ein klarer KI-Profiteur

Für die Aktionäre wird die Investmentthese damit noch überzeugender: KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen Strom, während die Netze vielerorts nicht schnell genug ausgebaut werden können. Genau hier spielen die dezentralen Kraftwerkslösungen von 2G ihre Stärken aus.

Mehr als 400 Mio. Euro Auftragseingang in nur einem Quartal und nun bis zu 850 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2028: Die Größenordnung verändert sich. 2G wächst in eine neue Liga hinein – und bleibt für mich eines der spannendsten Investments rund um den weltweiten KI- und Rechenzentrumsboom.