Goldpreis stabilisiert sich: UBS sieht 5.400 Dollar

Goldbarren auf dunklem Hintergrund mit einem goldenen Kurvendiagramm im Hintergrund.
Olivier Le Moal | stock.adobe.com
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Nachdem überraschend robuste US-Verbraucherpreisdaten und kletternde Anleiherenditen zuletzt für spürbare Unruhe an den internationalen Finanzmärkten gesorgt hatten, zeigt sich der Edelmetallsektor zum Wochenausklang widerstandsfähig.

Am Freitagvormittag konsolidiert der Goldpreis (ISIN: XC0009655157) im wichtigen Spot-Handel im Bereich von rund 4.172 US-Dollar je Feinunze und behauptet sich damit solide über der Marke von 4.100 US-Dollar. Während kurzfristig orientierte Marktteilnehmer angesichts der veränderten Zinserwartungen vorsichtiger agieren, blicken institutionelle Strategen bereits über die aktuellen Schwankungen hinaus.

Goldpreis trotzt Zinsängsten und starkem US-Dollar

Auslöser für die jüngste Volatilität am Rohstoffmarkt waren hartnäckige Inflationssignale aus den Vereinigten Staaten, die den US-Dollar gestärkt und die realen Renditen von US-Staatsanleihen nach oben getrieben haben. Da Gold als unverzinsliche Anlageklasse keine laufenden Erträge abwirft, erhöhen steigende Realzinsen traditionell die Opportunitätskosten für das Halten des Edelmetalls. Zudem verteuert ein festerer Greenback entsprechende Engagements für Käufer außerhalb des Dollarraums.

Verantwortlich für die jüngsten Gewinnmitnahmen waren laut Marktbeobachtern vor allem nicht-kommerzielle Akteure, die ihre spekulativen Netto-Long-Positionen an den Termin- und Optionsmärkten (wie der US-Leitbörse COMEX) reduzierten. Dennoch hat die Sensitivität des Goldpreises gegenüber steigenden Realzinsen im Vergleich zu früheren Marktphasen spürbar abgenommen. Das Edelmetall pendelt derzeit in einer stabilen Seitwärtsbewegung, da fundamentale Käuferschichten den Abgabedruck am Terminmarkt weitgehend absorbieren.

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UBS-Prognose: Warum Gold bis 2027 auf 5.400 Dollar steigen soll

Die Schweizer Großbank UBS Group AG (ISIN: CH0244767585), deren Aktien primär an der SIX Swiss Exchange sowie an der New York Stock Exchange gehandelt werden, bewertet die gegenwärtige Konsolidierung als konstruktive Atempause im übergeordneten Aufwärtstrend. Rohstoffstratege Giovanni Staunovo schließt in einer aktuellen Analyse zwar nicht aus, dass der anhaltende Gegenwind durch hohe US-Renditen den Goldpreis kurzfristig noch einmal in Richtung der charttechnischen Unterstützungszone von 4.000 US-Dollar je Feinunze drücken könnte.

Ein solcher Rücksetzer stellt nach Einschätzung der Bank jedoch keinen Trendbruch dar, sondern bietet langfristig orientierten Anlegern attraktive Einstiegschancen zur Portfolioaufstockung. Für das Jahresende 2026 kalkuliert die UBS unverändert mit einem Preisniveau von 4.600 US-Dollar. Im weiteren Verlauf erwarten die Experten im Zuge einer künftig wieder weniger restriktiven US-Geldpolitik einen Anstieg über 5.000 US-Dollar im Frühjahr 2027 bis hin zum erklärten Kursziel von 5.400 US-Dollar je Feinunze bis September 2027.

Zentralbanken und ETF-Anleger stützen den Goldmarkt

Dass der Goldmarkt trotz geldpolitischer Störfeuer ein derart hohes Preisniveau oberhalb von 4.100 US-Dollar verteidigt, ist vor allem auf die robuste strukturelle Nachfrage zurückzuführen. Zwei wesentliche Faktoren bilden hierbei das Fundament:

  • Hohe Netto-Zukäufe der Notenbanken: Globale Zentralbanken treiben die Diversifizierung ihrer Währungsreserven abseits des US-Dollars konsequent voran. Die UBS rechnet damit, dass sich die offiziellen Goldkäufe der Währungshüter auf Jahressicht weiterhin in einer enormen Größenordnung von 750 bis 1.000 Tonnen bewegen werden.
  • Stabile ETF-Bestände und physische Nachfrage: Im Gegensatz zu den schwankungsanfälligen Terminmärkten erweisen sich die Bestände von physisch hinterlegten Gold-ETFs als äußerst widerstandsfähig und verzeichneten zuletzt stetige Mittelzuflüsse. Ergänzt wird dieses institutionelle Absicherungsbedürfnis durch eine anhaltend solide physische Nachfrage aus den wichtigen Kernmärkten China und Indien.

Für Anleger bedeutet diese Konstellation, dass kurzfristige Schwächephasen am Edelmetallmarkt durch ein starkes fundamentales Kaufinteresse nach unten abgesichert werden, während sich der Fokus mittelfristig wieder auf sinkende Realzinsen und globale Verschuldungstrends richtet.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.