Goldpreis bricht ein: US-Zinsen belasten den Markt

Goldbarren, Münzen und Schmuck auf einem Holztisch arrangiert.
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Der Goldpreis sieht sich nach einer fulminanten Sommer-Rallye massiven Gegenwinden ausgesetzt. Vor allem steigende Refinanzierungskosten an den Anleihemärkten sowie hawkische Signale der US-Notenbank Federal Reserve bringen das Edelmetall massiv unter Druck. Nachdem Gold im August noch Rekordstände jenseits der 4.600-Dollar-Marke gefeiert hatte, richtet sich der Blick der Märkte nun auf entscheidende Unterstützungszonen.

Goldpreis im Rückwärtsgang: Zinsangst drückt Kurse

Am frühen Mittwochnachmittag notiert der Goldpreis (Spot) bei rund 4.308 US-Dollar je Feinunze. Das zinslose Edelmetall verzeichnete damit in den vergangenen Tagen deutliche Abschläge. Auslöser für den starken Abverkauf waren insbesondere restriktive Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh auf dem geldpolitischen Symposium in Jackson Hole. Er betonte, dass die Notenbank im Kampf gegen die hartnäckige Inflation weiterhin „Arbeit vor sich“ habe.

An den Terminmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinsanhebung im September mittlerweile auf rund 70 Prozent beziffert. Dies treibt den US-Dollar in die Höhe und verteuert das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollar-Raums, was die Kurse zusätzlich belastet.

US-Staatsverschuldung und Anleihemarkt als Treiber

Spiegelbildlich zur Schwäche des Goldes ziehen die Renditen am US-Anleihemarkt kräftig an. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen (Treasuries) kletterte zur Wochenmitte in der Spitze auf rund 4,75 Prozent und markierte damit ein neues Mehrmonatshoch. Der Zinsanstieg erhöht die sogenannten Opportunitätskosten für Gold-Investoren, da festverzinsliche Wertpapiere nun wieder deutlich attraktivere laufende Erträge abwerfen.

Gleichzeitig bleibt die uferlose US-Staatsverschuldung, die kürzlich die historische Marke von 40 Billionen US-Dollar durchbrochen hat, ein latenter Risikofaktor. Ein groß angelegtes Anleihe-Rückkaufprogramm des US-Finanzministeriums hatte den Goldpreis im August noch befeuert, verpufft jedoch aktuell angesichts der robusten Inflationssorgen und des Zinsdrucks.

Marke von 4.200 Dollar als zentrale Unterstützung

Aus charttechnischer Sicht trübt sich das Bild für das Edelmetall kurzfristig ein. Nachdem die Schwelle von 4.300 Dollar ins Wanken geraten ist, rückt nun die psychologisch und technisch wichtige Unterstützungslinie um 4.200 US-Dollar massiv in den Fokus der Anleger. Sollte dieser Boden nicht halten, drohen weitere empfindliche Korrekturen.

Für heimische Investoren, die beispielsweise über besicherte Schuldverschreibungen wie Xetra-Gold oder Euwax Gold II investiert sind, heißt es nun, die Nerven zu bewahren. Das strukturelle Umfeld aus enormer Staatsverschuldung, anhaltenden geopolitischen Spannungen und stetigen Käufen durch asiatische Zentralbanken bietet Gold auf lange Sicht weiterhin ein starkes Fundament. Kurzfristig bleibt jedoch die Zinsentwicklung in den USA der alles dominierende Taktgeber.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.