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Goldinvestments: Der Goldpreis tut sich weiter schwer

Erst in der vergangenen Handelswoche sind die Inflationszahlen für Dezember letzten Jahres veröffentlicht worden. Gerade Besitzer von Goldaktien bzw. Goldminenaktien hätten dieser eigentlich wie immer mit großer Spannung entgegenfiebern müssen. Schließlich gilt Gold ja seit jeher als sicherer Hafen und Inflationsschutz.

Doch diesbezüglich hat sich einiges verändert.

Kein sicherer Hafen mehr?

In der letzten Zeit zeichnete sich zunehmen ab, dass der Zusammenhang zwischen dem Preis für eine Feinunze Gold und der Höhe der Teuerungsrate gar nicht mehr derart eng zusammenhängt, wie zahlreiche Investoren nach wie vor vermutet hatten.

Denn werfen wir vor allem einen Blick auf 2021, ein Jahr in dem das Wort Inflation zahlreiche Schlagzeilen bescherte und die Verbraucherpreise kräftig anstiegen, so hat sich Gold in US-Dollar gerechnet im Vergleichszeitraum im Gegensatz zu den Verbraucherpreisen um rund 7% verbilligt.

MKD_Mi,12.01. Chart

Analysten prognostizieren keine gegenteilige Entwicklung

Berücksichtigt man die Einschätzungen einiger Analysten – so unter anderem eine aktuelle der US-amerikanischen Bank JP Morgan – so rechnen die Experten indes damit, dass der Preis für das gelbe Edelmetall innerhalb der kommenden Monate sogar noch weiter sinken könnte.

Dabei reichen die Schätzungen bereits so weit, dass die Analysten von einem Goldpreis je Feinunze von 1520 Dollar bis zum Ende des noch jungen neuen Jahres ausgehen. Das würde einem Rückgang von knapp 16% entsprechen und damit erneut einem saftigen Minus.

Gründe für solche Prognosen muss man nicht lange suchen

Den Hauptgrund für eine derart pessimistische Vorhersage ist die Aussicht auf steigende Zinsen. Ein höheres Zinsniveau als wir es aktuell sehen, und wie es sich innerhalb der USA bereits andeutet, würde die Nachfrage nach dem zinslosen Edelmetall weiter drücken, glaubt man.

Belegen lässt sich dieser Zusammenhang natürlich nicht. Und es sei dazu erwähnt, dass auch Analysten – und ich übrigens leider auch nicht – im Besitz einer Glaskugel sind, um die künftige Entwicklung des Goldpreises nachhaltig vorhersehen zu können. Möglich ist es unterdessen natürlich genauso, dass der Goldpreis im Verlauf dieses Jahres aufgrund bis dato nicht vorhersehbarer Faktoren wieder ordentlich Gas geben und in die Höhe klettern könnte und damit doch wieder als sicherer Hafen für Anleger in Betracht kommt.

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Über den Autor
170407 Invest Mick Knauff 72 04
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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