Gold-Rallye: Preis bricht durch 4.430-Dollar-Marke
Nachdem der Goldpreis in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck geraten war, erleben wir aktuell eine beeindruckende Trendwende am Rohstoffmarkt. Das Edelmetall hat eine dynamische Gegenbewegung von rund 4.280 US-Dollar gestartet und verzeichnete zwischenzeitlich einen Kurssprung von etwa 150 Dollar.
Schwächerer US-Dollar und sinkende Renditen stützen den Goldpreis
Auslöser für das schnelle Comeback des Edelmetalls (ISIN: XC0009655157) sind primär nachgebende US-Anleiherenditen sowie ein leicht schwächerer US-Dollar. Die Kombination dieser beiden makroökonomischen Faktoren nimmt traditionell den Druck von zinslosen Anlagen.
Internationale Finanzquellen wie Bloomberg berichten zudem, dass jüngste Äußerungen aus dem Umfeld der US-Notenbank Fed – unter anderem von New York Fed-Präsident John Williams – auf eine abkühlende Inflation hindeuten. Dies dämpft die Erwartungen an schnelle Zinserhöhungen und verleiht dem Goldpreis neuen Rückenwind. Hinzu kommen geopolitische Entspannungssignale aus dem Nahen Osten, die übertriebene Inflationsängste durch Ölpreisschwankungen am Markt etwas beruhigen konnten.
Aktuelle Marktlage: So notiert der Goldpreis heute
Ein Blick auf die aktuellen Notierungen bestätigt die Bodenbildung und den anschließenden Ausbruch: Am Donnerstagmittag notiert der Goldpreis stabil im Bereich von rund 4.430 bis 4.435 US-Dollar je Feinunze. Damit hat das Edelmetall die Verluste der vorangegangenen Korrektur weitgehend abgeschüttelt und zeigt sich wieder von seiner starken Seite.
Ausblick: US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Für Anleger stellt sich nun die Frage, wie nachhaltig dieser jüngste Aufwärtsimpuls ist. Die fundamentale Absicherung des Goldpreises bleibt robust. Kurzfristig dürften jedoch die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten am Freitag die weitere Richtung vorgeben. Schwächere Konjunkturdaten könnten dem Goldpreis zu weiteren Kursgewinnen verhelfen, während ein starker Arbeitsmarkt den US-Dollar wieder stützen und die Erholung bei Gold ausbremsen könnte.