Deutsche Rohstoff AG: Prognosen erneut angehoben

Inhaltsverzeichnis

Denken Sie bei Öl-Aktien an die USA, Großbritannien, Norwegen oder Australien? In der zweiten Börsenreihe hat auch Deutschland einen interessanten Wert zu bieten. Die noch weitgehend unbekannte Deutsche Rohstoff AG mit Sitz in Mannheim entwickelt sich zunehmend zu einem der spannendsten Rohstoff-Investments am heimischen Aktienmarkt. Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen erneut seine Prognosen nach oben angepasst.

Der Grund: Die in den USA neu gestarteten Ölbohrungen liefern deutlich mehr als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig wird das Bohrprogramm ausgeweitet. Für Anleger ist das ein wichtiges Signal, denn steigende Produktionsmengen bei einem hohen Öl-Anteil sorgen für wachsende Umsätze und kräftige Cashflows (Kassenzuflüsse).

Produktion übertrifft die ursprünglichen Erwartungen

Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Fördermengen. Die bereits in diesem Jahr in Betrieb genommenen Bohrungen erreichen Produktionsraten, die über den ursprünglichen Planungen liegen. Die US-Tochter 1876 Resources reagiert darauf und erweitert ihr laufendes Bohrprogramm um sechs zusätzliche Bohrungen auf insgesamt 32 Bruttobohrungen.

Für 2026 wird deshalb inzwischen eine durchschnittliche Produktion von 18.500 bis 20.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (BOEPD) erwartet. Zuvor hatte die Prognose lediglich bei 17.000 bis 18.000 BOEPD gelegen. Noch dynamischer fällt der Ausblick auf das Jahresende aus: Dann soll die tägliche Produktion bereits 24.000 bis 26.000 BOEPD erreichen. Rund 70% davon entfallen auf Öl – ein wichtiger Faktor für die Profitabilität.

EBITDA-Prognose steigt erneut

Die höhere Förderung hinterlässt deutliche Spuren in der Gewinnentwicklung. Für 2026 rechnet die Deutsche Rohstoff AG mittlerweile mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 400 bis 420 Mio. Euro. Die bisherige Prognose lag bei 385 bis 405 Mio. Euro. Auch beim Umsatz wurde die Messlatte nach oben verschoben.

Noch interessanter ist der Blick auf 2027. Auch für das kommende Jahr wurden die Erwartungen für Umsatz und EBITDA deutlich angehoben. Damit wird zunehmend sichtbar, dass es sich nicht lediglich um einen kurzfristigen Produktionsschub handelt. Vielmehr baut das Unternehmen seine Ertragsbasis Schritt für Schritt aus.

Wiederholte Prognoseerhöhungen sind ein starkes Signal

Für Sie als Anleger ist dabei vor allem die Dynamik entscheidend. Die Deutsche Rohstoff AG musste ihre Erwartungen innerhalb relativ kurzer Zeit mehrfach nach oben korrigieren. An der Börse sind solche positiven Überraschungen keineswegs selbstverständlich.

Entscheidend ist zudem: Steigende Fördermengen können bei einem hohen Öl-Anteil überproportional zum Gewinn beitragen. Gleichzeitig schafft die wachsende Produktion eine solide Basis für hohe operative Cashflows.

Damit gewinnt auch die Bilanz an Bedeutung. Die erwirtschafteten Mittel können genutzt werden, um weitere Bohrungen zu finanzieren, neue Projekte zu erschließen oder Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Aktienrückkäufe oder eine attraktive Dividendenpolitik werden dadurch leichter finanzierbar.

Trotz der genannten Pluspunkte dürfen Sie aber nicht übersehen: Die Aktie bleibt vom Ölpreis abhängig. Doch die operative Entwicklung spricht derzeit eine klare Sprache. Die Deutsche Rohstoff AG wächst schneller als erwartet, steigert ihre Gewinnkraft und schafft sich gleichzeitig finanziellen Spielraum für weiteres Wachstum. Damit bleibt die Aktie ein ausgesprochen interessanter Rohstoffwert.